Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Wie sieht unsere geistliche Nahrung aus?

Wir spüren regelmässig eine innere Leere und suchen nach Möglichkeiten, um die innere Leere zu füllen. Leider versuchen wir häufig, mit ‹falscher Nahrung› wie TV, Zeitung usw. diese Leere zu stillen. Dabei ist unsere Seele wie der Körper auf ‹gesunde Nahrung› angewiesen.

Kennt ihr die Nahrung Jesu? Jesus hat uns gezeigt, wie seine geistliche Nahrung aussieht. Dazu ein Abschnitt aus Joh 4,31-34:

Die Jünger haben etwas zum Essen gekauft und drängen Jesus nach dem Gespräch mit einer samaritanischen Frau, die Nahrung zu nehmen. Sie sind viel mit Jesus unterwegs und deshalb häufig hungrig. Jesus eigentlich auch. Jesus reagiert auf ihr Drängen trotzdem anders: «Ich lebe von einer Nahrung, von der ihr nichts wisst.» Aus natürlichem Grund fragen sich die Jünger untereinander, ob Jesus schon etwas zum Essen bekommen habe. Jesus antwortet: «Meine Nahrung ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und das Werk vollende, das er mir aufgetragen hat.»

Die erste Nahrung: den Willen Gottes tun

‹Den Willen dessen tun› bedeutet, etwas Bestimmtes für Gott tun. Den Willen Gottes zu tun ist für Jesus ‹die geistliche Nahrung›. Jesus hat mehrmals gesagt, dass er nichts ‹einfach so› oder aus eigenem Willen tut (vgl. Joh 5,30). Er kann nichts anderes als den Willen seines Vaters tun!

Jesus tut nichts von sich selbst aus. Er tut nur, was er Gott tun sieht (Joh 5,19). Jesus hat schon vor der Schöpfung bei seinem Vater gelebt und ihm genau zugeschaut, wie Er auf der Welt gewirkt hat.

Zum Beispiel tut Jesus am Sabbat den Willen seines Vaters, in dem er den gelähmten Mann am Teich heilt. Für die Pharisäer ist es scheinbar ein Verstoss gegen das mosaische Gesetz, denn die Juden dürfen gemäss des Gesetzes am Sabbat gar nichts arbeiten. Sie sind deshalb entsetzt, weil Jesus am Sabbat ‹gearbeitet› (=gelähmten Mann heilen) hat. Dabei hat Jesus nur nach dem Willen seines Vaters gehandelt. Wir reagieren ähnlich wie die Pharisäer, weil wir den Willen Gottes häufig nicht richtig verstehen können.

Sogar seine Halbbrüder können Jesus nicht verstehen, als sie ihm gesagt haben, dass er in Judäa (Provinz mit der Stadt Jerusalem) vor der Öffentlichkeit grosse Dinge tun solle. Es sei gut für seine ‹Publicity› (=eigene Werbung). Sie haben andere Vorstellungen als Jesus gehabt. Darum hat Jesus diesen Wunsch abgelehnt, weil er nur den Willen seines Vaters tun will (Joh 7,1-9).

Nach der Speisung der Fünftausend haben die Juden Jesus gefragt, was sie tun sollen, um Gottes Willen zu tun. Sie haben falsche Vorstellungen über die Gerechtigkeit Gottes gehabt. Viele haben geglaubt, dass sie ein perfektes Leben führen und alle Gebote genau befolgen müssten, damit Gott Freude an ihnen bekommt. Sie fragen deshalb Jesus, welche zusätzliche Leistung sie für Gott erbringen können. Jesus antwortet nur: durch den Glauben an Jesus (Joh 6,28).

Unsere ‹geistliche Nahrung› ist, den Willen Gottes zu tun. Kennt ihr in eurem Leben den Willen Gottes gut? Häufig können wir den Willen Gottes in der Bibel erkennen. Jesus hat uns zum Beispiel das Gebot gegeben, einander zu lieben bzw. zu dienen. Das ist auch der Wille Gottes. Wir erfüllen den Willen Gottes, wenn wir an Jesus Christus glauben und dadurch das ewige Leben haben (Joh 6,40).

Die zweite Nahrung: das Werk vollbringen

Das Werk vollbringen (ausführen) ist die zweite geistliche Nahrung für Jesus. Vor langer Zeit hat sein Vater geplant, dass Jesus am Kreuz für alle Sünden sterben wird (Jes 53,4-6). Sein Vater hat Jesus den Auftrag gegeben, alle Menschen vor dem ewigen Tod zu retten. Dieses Werk hat Jesus am Kreuz vollständig ausgeführt. Jeder wird heute gerettet, wenn er an Jesus glaubt (Joh 3,16).

Wir führen das Werk Jesu sozusagen heute weiter aus, indem wir den anderen Menschen von Jesus erzählen. Sein Werk am Kreuz ist heute noch gültig. Wir sind von Jesus in die Welt gesandt, um sein Werk überall bekannt zu machen. Auch bei den Gehörlosen.

Zusammenfassung

Jesus war innerlich gesättigt und hat uns gezeigt, wie die geistliche Nahrung konkret aussehen soll. Es gibt auf der Welt grosse geistliche Not. Viele Menschen suchen verzweifelt nach innerer Sättigung (Yoga, Wellness usw.). Ich glaube, wir Christen spüren häufig eine innere Leere, weil wir den Willen Gottes nicht tun. Wir sollen uns um die geistliche Nahrung bemühen und auch die anderen Menschen darauf aufmerksam machen. Wir wollen lernen, den Willen Gottes überall zu tun und das Werk Jesu weiter zu verkündigen.

Aus der Gemeinschaft Juli 2009