Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Jesus - zum richtigen Zeitpunkt gekommen

Hast du schon mal überlegt, warum Jesus vor genau 2000 Jahren gekommen ist? Und warum nicht z.B. 100 Jahre später oder früher?

Wir öffnen mal die Geschichtsbücher und schauen, was sie uns zu berichten haben. Viele dieser Berichte sind nicht in der Bibel, sie sind trotzdem nützlich für uns.

Situation vor 2000 Jahren

Römer

Politisch gesehen herrschte Rom über Israel.

Rom war ein sehr grosses Reich. Es reichte von West nach Ost von Spanien bis nach Israel. Von Nord nach Süd reichte es von England bis Nordafrika.

Da das Reich sehr gross war, musste es organisiert werden. Rom hat Kantone gemacht. Diese hiessen damals ‹Provinzen›. Jede Provinz konnte viele Sachen selber bestimmen. Sie hatten auch die religiöse Freiheit. Das heisst, die Leute konnten selber wählen, zu welcher Religion sie gehören möchten. Bei Problemen sorgte die Regierung dafür, dass die Provinzen geschützt sind. Es soll keine Unruhe geben.

Israel war auch eine Provinz. Sie hiess ‹Judäa›.

Im römischen Reich war die Schulbildung sehr gut. Fast alle Leute konnten lesen und schreiben. Die Leute waren neugierig und wollten vieles wissen.

Das römische Reich hatte sehr gute Strassen. Sie hatten sogar Hügel eingeebnet, so dass man fast gerade fahren konnte, ähnlich wie auf den Autobahnen heute. Man konnte so schneller reisen und gut Ware transportieren.

Aber die Moral (= die in einer Gesellschaft von den Menschen akzeptierten Regeln der Art und Weise des Lebens) der Römer war im Vergleich zu uns heute sehr tief. So haben die Leute sehr gerne brutale Sachen angeschaut. Sie schauten in der Arena zu, wie Menschen sich umbrachten oder mit Tieren kämpften. Sie schauten auch gerne primitive Sachen im Theater an, wo es um Sex, Erniedrigung und Gewalt ging. Ein Menschenleben war auch nicht viel wert. Mit der Zeit wurde es immer schlimmer.

Griechen

Kulturell war Griechenland sehr wichtig. Sogar heute benutzen wir noch viele Dinge von den Griechen, z. B. in der Architektur, Geometrie, Mathematik oder in der Physik. Sie haben auch die Schifffahrt weiter entwickelt.

Nach dem Exil (= die Gefangenschaft der Israeliten in Babylon ca. 600 v. Chr.) haben die Griechen vielen Israeliten Zuflucht gewährt. Viele sind so nach Alexandria (heute Ägypten) gekommen. Alexandria war eine wichtige Stadt. Dort hatte es eine grosse Bibliothek. Das Alte Testament wurde da ca. 250 v. Chr. vom Hebräisch auf Griechisch übersetzt (diese Sammlung heisst ‹Septuaginta› oder ‹LLX›). Die Übersetzung war wichtig, da viele Juden, die jetzt in vielen Ländern lebten, häufig nicht mehr gut hebräisch oder aramäisch, dafür griechisch, verstanden.

Die griechische Sprache wurde mit der Zeit immer wichtiger. Zur Zeit von Jesus Christus haben fast alle Leute im Mittelmeerraum Griechisch verstanden. Egal, ob die Leute in Athen, Jerusalem oder sogar in Rom aufgewachsen waren. Viele Leute konnten neben der Muttersprache auch Griechisch. Es ist ähnlich wie heute das Englisch (man sagt dem ‹Lingua franca›).

Im Bereich der Religion hatten die Griechen ihre Götter auf dem Olymp, wie Zeus, Hera, Poseidon und so weiter. Diese Götter waren sehr menschlich. Sie stritten miteinander. Sie waren für die Menschen schlechte Vorbilder. Wenn das Volk um etwas bat, gaben die Götter ihnen nichts. Sie wurden von ihnen enttäuscht. Darum waren die Götter zur Zeit von Jesus nicht mehr so beliebt. Doch sie hatten immer noch Angst vor diesen Göttern. Doch diese Götter sind nur Erfindungen von den Menschen.

Auch die Philosophen waren sehr wichtig. Philosophen sind Leute, welche über Fragen wie «warum lebe ich?» oder «warum existiert die Welt?» studieren. Sie fragen nicht Gott, sondern sie überlegen sich selbst Antworten und geben diese den Leuten weiter. Doch für viele Leute war das zu hoch. Das heisst, die Leute haben nicht verstanden, was die Philosophen sagen wollten.

Hebräer

Gott hat Abraham gesagt, dass er der Vater eines grossen Volkes sein wird (1Mose 12,3). Das ist das Volk der Hebräer, oder der Israeliten, oder der Juden. Die Juden sind also Gottes erwähltes Volk.

Gott zeigte sich den Juden selbst. In den anderen Religionen dagegen waren die Götter nur Erfindungen von den Menschen.

In vielen Ländern waren Herrscher an der Macht. In Israel war die Religion an der Macht. Die Priester regierten das Land. Wir wissen, dass zu der Zeit von Jesus die Römer politisch die Macht hatten, doch die Priester hatten in religiösen Fragen die Macht, wie wir es bei Jesus gesehen haben.

Israel hatte viele Kriege und Vertreibungen erlebt. Doch die Hebräer haben alle überlebt. Sie hatten die Heilige Schrift (= das Alte Testament), wo Gott den Hebräern zugesichert hat, dass sie überleben. Die Hebräer waren ein Volk des Buches. Viele konnten lesen. Warum? Sie sollten die Heilige Schrift lesen können.

Im Exil und in der Diaspora (= Juden, die nicht in Israel leben) hatte man keinen Tempel. Daher konnte man auch nicht im Tempel opfern. Es war auch nicht möglich, Predigten zu machen, da der Tempel fehlte. Darum hat man Synagogen gebaut. Synagogen sind Gebetshäuser. So konnte man weiter Predigten hören. Da Opfer im Tempel nicht mehr möglich waren, hat man als Ersatz die Heilige Schrift studiert. So kamen die Schriftgelehrten. Sie forschen in der Heiligen Schrift.

Die Hebräer warteten auf den Messias.

Auswirkungen

Wir schauen jetzt an, warum diese Umstände sehr geholfen haben, dass das Christentum verbreitet werden konnte.

Rom

Schutz und Religiöse Freiheit:

Gute Bildung:

Verkehr:

Tiefe Moral:

Griechen

Griechische Sprache:

Weiterbestehen des Judentums:

Schifffahrt:

Götter, Philosophen:

Sie hatten das Evangelium nötig!

Hebräer

Heilige Schrift:

Prophetien:

Exil/Diaspora:

Schlussfolgerung

Gott hat Jesus zum richtigen Zeitpunkt geschickt! Wäre Jesus «zu früh» gekommen, hätten die vielen Sprachen die Verbreitung des Evangeliums verhindert oder die Wege wären zu beschwerlich gewesen. Wäre Jesus «zu spät» gekommen, dann hätte er sich vermutlich nicht mehr frei bewegen können (Jerusalem wurde eingenommen).

Was bedeutet das für uns?

Für wen hat Gott den Zeitpunkt der Ankunft Jesus so perfekt vorbereitet? Für alle Menschen! Das heisst, auch für Dich!

Gott hat jahrhundertelang die Ankunft von Jesus vorbereitet, damit Du auch in Gottes Reich kommen kannst.

Denn:

Nochmals: Gott hat für Dich die Ankunft geplant! Gott plante jahrhundertelang wegen Dir! Erfreue Gott, wenn Du Jesus in deinem Herzen aufnimmst!

Aus der Gemeinschaft Juli 2008