Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Zeugnis von Markus

Markus erzählt aus seinem Berufsleben und warum er sich taufen liess.

Am 10. Dezember 2000 habe ich mich in der Pfimi Bern taufen lassen. Hier habe ich für die CGG ein Zeugnis von meinem Leben mit Jesus Christus geschrieben.

Mein Zeugnis

Lange besuchte ich mit meinen Eltern die Täufergemeinde Bern. Dort besuchte ich auch mit den Hörenden die Sonntagsschule. Ich gab dem Herrn Jesus Christus mein Herz schon als ca. 8-jähriger Bub. Natürlich begriff ich noch nicht ganz, was Jesus Christus für uns getan hatte und konnte lange nicht verstehen, warum meine Eltern mich immer wieder in die Sonntagsschule schickten...

Mit der Zeit konnte ich immer mehr Gottes Liebe erfahren und mit meinen Eltern Gottes Wunder erleben. Lange dachte ich, dass ich gar kein wertvoller Mensch sei und hatte lange mit mir Mühe. Aber Jesus Christus zeigte mir, dass er mich auch so wie ich bin sehr liebte.

Später als ich ca. 14 Jahre alt wurde, gab ich ihm nochmals mein Herz und bat ihm bewusst um seine Vergebung.

Irgendwann während des Gottesdiensts erlebte ich, wie sich ein ca. 6-jähriger Knabe taufen liess und dass er mit Jesus Christus den Weg nachfolgen wollte. Dann begriff ich auch, dass man jederzeit nach der Bekehrung sich taufen könnte. Aber es war noch für mich zu früh...

Nach dem Unterrichtsaustritt wechselte ich die Gemeinde, weil ich eine gute Übersetzung für die Hörgeschädigte suchte und fand sie in der Pfimi Bern. Dort bin ich seit 3 Jahren und erlebe immer wieder eine schöne Zeit während des Gottesdiensts.

Eines kann ich kann bis heute nicht vergessen, wie Gott mir bei der Lehrstellesuche im Jahre 1998 half. Den Beruf Informatiker wollte ich unbedingt erlernen und suchte lange nach dieser Stelle. Zur Zeit gab es wenige freie Stellen für die Informatiklehrlinge. Einmal machte ich bei der Miracle AG die Schnupperlehre und schrieb im August 1997 bei dieser Firma einen Bewerbungsbrief. Bis Dezember 1997 erhielt ich praktisch nur Absagen der gewünschten Firmen. Aber diese Firma Miracle liess mich lange warten, weil sie noch nachschauen musste, ob sie mir auch eine Lehrstelle geben könnte. Ich war lange sehr unsicher und verzweifelt, und dachte auch, dass niemand mir eine Ausbildung als Informatiker geben möchte.

Da half mir Jesus und sagte mir immer wieder, dass ich einfach Geduld und keine Angst haben müsste. Diese ruhigen Worte wollte ich einfach nicht glauben. Dennoch im März 1998 erhielt ich endlich die lang ersehnte Zusage der Firma Miracle AG. Das war für mich wirklich ein grosses Wunder.

Im Oktober 2000 ging meine Firma Miracle AG Konkurs. Also musste ich wieder eine Lehrstelle suchen, aber diesmal war ich überzeugt, dass Gott mich auch bei der nächsten Lehrstellesuche nicht im Stich lassen würde. Nach zwei Wochen konnte ich schon zwei Lehrstellen finden. Danke Jesus!!!

Zuerst dachte ich, dass ich mich nach der Lehre taufen lassen möchte. Während der Gottesdienste sah ich häufig, wie die Menschen sich taufen liessen und glücklich wurden. Meine Freunde fragten mich immer wieder, ob ich mich das nächste Mal taufen lassen möchte, aber ich verzögerte diese Idee lange. Ich hatte einfach Hemmungen und dachte, dass ich für die Taufe noch nicht reif genug sei. Aber im September 2000 erlebte ich, wie sich ein gehbehinderter Mann taufen liess, obwohl er sich erst kürzlich bekehrte...

Lotti übersetzt für Markus

Lotti übersetzt für Markus

Da merkte ich zum ersten Mal, dass ich mich auch taufen lassen sollte, weil ich Jesus Christus schon lange kenne. Dann fragte ich Gott, ob ich auch diesen Schritt nach vorne machen sollte. Später fand ich in der Apostelgeschichte seine Zusage.

Am 10. Dezember liess ich mich endlich mit 15 Leuten taufen.

Ruedi (links) betet, bevor Markus ins Wasser eingetaucht wird

Ruedi (links) betet, bevor Markus ins Wasser eingetaucht wird

Das war ein sehr schönes eindrückliches Erlebnis. Die Taufe ist für mich ein Zeichen für die sichtbare und unsichtbare Welt, dass ich mit Jesus Christus gestorben und auferstanden bin und dass er auch für mich am Kreuz gestorben ist. Das ist ein grosser Schritt in meinem Leben.

Aus der Gemeinschaft April 2001