Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Die Geschichte von Hudson Taylor

Von der Geschichte von Hudson Taylor können wir viel lernen. Lernen wie an Gott glauben. Lernen wie Gott vertrauen.

Von der Geschichte von Hudson Taylor können wir viel lernen. Lernen wie an Gott glauben. Lernen wie Gott vertrauen.

Hudson Taylor wurde am 21. Mai 1832 in England geboren.

Der Vater von Hudson Taylor erzählte seinem Sohn: China ist ein grosses Land. In China gibt es sehr viele Sprachen.

Wenn ein Chinese in andere Provinz reist, muss er einen Dolmetscher mieten (= im 18. Jahrhundert!). Es gibt viele Analphabeten.

Wenn jemand einen Brief an die Behörden schreiben muss, kann er einen Schreiber mieten.

Hudson liebt Geschichten von fremden Völkern. Die Besucher erzählen auch viel von China.

Hudson ist 17 Jahre alt. Hudson glaubt an Gott.

Hudson betet: «Herr, was soll ich machen? Ich möchte nach China gehen.»

Hudson betet: «Herr, wie kann ich nach China gehen? Wie kann ich den Chinesen vom wahren Gott erzählen?» – «Ich will an einen grossen Gott glauben.» – «Wie soll ich mich vorbereiten? Ich möchte Arzt studieren. So kann ich den Chinesen helfen.» – «Ich will auch eine chinesische Sprache studieren.»

Hudson findet einen Ausbildungsplatz in einem Spital. Am Ende des Monats bekommt er keinen Lohn. Der Professor hat sehr viel zu tun. Er vergisst, Hudson den Lohn zu zahlen.

Hudson denkt: «Was soll ich machen? Soll ich den Professor fragen? Nein, ich will zuerst zu Gott beten: Herr, ich habe nur wenig Geld. Bitte bewege DU das Herz des Professors. Ich danke Dir.»

Am nächsten Tag arbeiten Hudson und der Professor zusammen.

Am Abend geht der Professor nach Hause. Hudson betet:

«Herr, hilf mir bitte. Heute hat der Professor wieder vergessen, meinem Lohn zu zahlen. Herr, ich habe nur eine Banknote. Danke, dass DU bei mir bist. Danke, dass DU mir hilfst.»

Am Wochenende besucht ein Mann Hudson. Der Mann sagt: «Meine Frau ist am Sterben. Bitte kommen Sie zu uns nach Hause. Bitte beten Sie mit uns.» Hudson sagt: «Wieso gehen Sie nicht zum Pfarrer?» Der Mann sagt: «Der Pfarrer kommt nur, wenn man ihn bezahlt.» Hudson sagt: «Sie sollen zu den Behörden gehen.» Der Mann sagt: «Ich war schon bei den Behörden. Die Behörden sagen: Kommen Sie morgen früh. Aber ich befürchte, meine Frau wird diese Nacht sterben.»

Der Mann führt Hudson zu seinem Haus. Da ist eine junge kranke Mutter mit einem Kind. Hudson hat Erbarmen. Hudson denkt: «Es tut mir weh, diese Familie zu sehen. Aber ich kann nichts machen. Ich will nicht meine ganze Banknote geben.» Hudson sagt: «Seid nicht mutlos. Der gute Gott im Himmel ist da.» Aber im Herzen ist es Hudson nicht wohl. Hudson denkt: «Ich bin ein Heuchler. Ich rede einfach so. Ich will nicht helfen. Ich habe kein Vertrauen zu Gott.» Hudson denkt: «Ich habe eine Banknote. Leider habe ich keine kleineren Geldstücke. Ich will dieser Familie nicht meine ganze Banknote schenken.» Hudson sagt: «Sie holten mich. Ich soll mit Ihnen beten.» Der Mann sagt: «Ja, bitte». Hudson kann nicht beten. Sein Gewissen sagt: «Was?? Du willst zum Allmächtigen Gott beten, aber Du willst dieser Familie nicht helfen? Was?? Du wagst mit Gott zu sprechen, aber du vertraust Gott nicht.» Hudson hat einen grossen Kampf im Herzen.

Hudson sagt: «Ich habe eine Banknote für Sie. Ich gebe sie Ihnen.» Der Mann sagt: «Danke vielmals.»

Hudson ging nach Hause. Hudson denkt: «Ich habe eine grosse Freude in meinem Herzen. Ich habe das ganze Geld geschenkt. Jetzt habe ich kein Geld mehr!!

Ich habe nur eine Suppe zu Hause. Morgen habe ich nichts zu essen. Der Herr wird für mich sorgen.»

Am nächsten Morgen kommt der Briefträger. Ein Paket für Hudson. Aber von wem? Der Absender ist unlesbar. Hudson öffnet. Ein Paar Handschuhe ist drin... da kommt noch eine Münze. Aber es gibt keinen Brief. Hudson weiss nicht, wer das Paket geschickt hat.

Hudson staunt. «Danke, Gott, dass DU mir hilfst. Jetzt kann ich einkaufen gehen.»

Nach 14 Tagen ist das Geld aufgebraucht. Hudson betet: «Oh Gott, ich habe fast kein Geld mehr. Bitte hilf mir. Ich danke Dir.»

Am nächsten Tag arbeiten Hudson und der Professor den ganzen Tag. Nach der Arbeit will der Professor mit Hudson plaudern. Der Professor sagt: «Ich habe vergessen, den Lohn zu zahlen. Leider habe ich das ganze Geld auf der Bank deponiert!» Hudson war traurig. Die beiden verabschieden sich. Der Professor ist noch im Spital. Ein Patient sucht den Professor. «Ich möchte jetzt die Rechnung bezahlen. Ich will nicht warten bis morgen». Hudson sieht den Professor wieder kommen. Hudson fragt: «Haben Sie etwas vergessen?»

Der Professor sagt: «Ein reicher Patient kam soeben. Er hat die ganze Rechnung bezahlt. Ich kann Ihnen jetzt den Lohn geben.» Hudson ist sehr glücklich. Sofort dankt er Gott.

Hudson möchte so schnell wie möglich nach China gehen. Hudson denkt: Mein Herz brennt für das chinesische Volk. In China wohnen mehr als 100 Millionen Menschen (damals um 1800). Ich möchte den Chinesen die frohe Botschaft erklären.

Endlich kommt die Zeit der Ausreise. Hudson ist 21 Jahre alt. Im Hafen von Liverpool startet das Schiff Richtung Shanghai. Hudson schreibt ein Tagebuch. Er erlebt sehr viel auf dem Schiff.

Am Anfang der Schiffahrt gibt es ein Unwetter. Der Wind bläst sehr stark. Das Schiff wird hin und hergeschaukelt.

Das Schiff gerät an eine felsigen Küste. Alle Passagiere müssen die Segel reffen helfen.

Im letzten Moment kommt Wind aus einer anderen Richtung. Das Schiff kann knapp vor den Felsen umkehren. Gott sei Dank für Seine Hilfe.

Die Reise dauert monatelang. Als Hudson das Land China sieht, dankt er Gott, dass es soweit ist. Als er aus dem Schiff aussteigt, sieht er: China ist ganz anders als England.

Hudson kann in einer Missionsgesellschaft wohnen. Er wohnt in einer europäischen Kolonie. Hudson lernt viele Europäer kennen. Aber er hat keine Kontakte zu Chinesen. Hudson denkt: «Wie erzähle ich den Chinesen von der Liebe Gottes? Viele Chinesen sprechen eine andere Sprache. Ich will noch mehr chinesische Dialekte lernen.»

Hudson und zwei Freunde machen eine Flussfahrt. Sie besuchen Dörfer entlang dem Fluss. Sie haben eine Reiseapotheke dabei. Wenn sie kranke oder verletzte Menschen sehen, versuchen sie zu helfen. Die Fahrt auf dem Fluss ist gefährlich. Es gibt viele Piraten und Räuber. Auch die Häfen sind gefährlich. Es werden Drogen- und Sklavenhandel getrieben. Neue Hafenangestellte werden mit grossen Versprechungen herangelockt und dann versklavt. Viele von ihnen werden nie zu ihren Familien zurückkehren. Es gibt Rebellion gegen die europäischen Kolonisten.

Es wird langsam Abend. Das Schiff kehrt zum Hafen zurück. Jetzt ist es dunkel. Die Soldaten sehen das Schiff kommen und wollen schiessen. Es ist wirklich gefährlich. Die Soldaten sehen nicht, dass Hudson und seine Freuden Ausländer sind. Wahrscheinlich denken die Soldaten: sie transportieren Drogen.

Hudson denkt: «Was machen wir? Wir singen.» Die Soldaten hören, dass wir keine Feinde und keine Spione sind. Die Soldaten lassen uns weiterfahren. Gott sei Dank.

Hudson verteilt Prospekte in einer chinesischen Sprache.

Ein Chinese sagt: «Was fällt Ihnen ein? Sie sind Ausländer. Wir wollen keine Bücher von Ausländern.»

Hudson denkt: «Wie kann ich mich dem Volk nahen? Ich werde immer als Ausländer behandelt. Was soll ich machen?

Ich kaufe chinesische Kleider. Ich werde meine Haare wachsen lassen und einen Zopf machen. Ich sehe dann fast wie ein Chinese aus.»

Im Korintherbrief 9,20 steht geschrieben:

Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden rette.

Wir können diesen Vers auch so umschreiben: «Dem Chinesen bin ich wie ein Chinese geworden, damit ich wenigstens einige von ihnen rette.»

Die Europäer in Shanghai lachen Hudson aus. Zwischen den Ausländern und Hudson gib es eine «Mauer». Hudson hat keine Probleme mit dem Spott.

Am schlimmsten sind die Bemerkungen von den europäischen Missionaren. Das ist sehr schwer. Die Missionare können Hudson nicht begreifen und wollen nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. Hudson ist allein und arbeitet allein. Es gab heftige Kritik in den Missionarkreisen. Sie sagten: Hudson gehört niemand, Hudson ist in keiner Kirche angeschlossen. Hudson wird nicht als Prediger anerkannt. Hudson ist fanatisch. Hudson ist unfähig.

Aber die Chinesen fühlen sich wohl bei Hudson. Und das war sein Ziel.

Hudson macht eine Reise im Inneren von China. Hudson sucht ein neues Zuhause.

Die Missionsgesellschaften in Shanghai wollen ihn nicht. Das Land ist sehr schön.

Es gibt schöne Tempel oben am Hügel. Die Ebene ist voll Reis- und Teeplantagen. Es gibt viele Flüsse. An einem Abend ist Hudson sehr müde. Er sitzt auf der Treppe eines Tempels.

Die Füsse schmerzen sehr. Hudson legt sich auf dem Boden. Hudson legt sein Geld unter den Kopf. Hudson will schlafen.

Hudson merkt, dass ein Mann in die Nähe kommt und schaut, ob er schläft. Hudson sagt: «Was willst Du?» Der Mann antwortet nicht und geht weg.

Plötzlich kommen zwei Männer. Hudson ist sofort wach. Die Männer sitzen neben ihm. Hudson fragt: «Was wollen Sie?» Sie antworten: «Wir wollen die Nacht im Tempel verbringen.» Hudson: «Sie können im anderen Teil vom Tempel schlafen, nicht hier.» Die zwei antworten: «Du sollst schlafen, sonst kannst du morgen nicht arbeiten. Wir schützen dich.» Hudson sagt: «Ich brauche euren Schutz nicht.« Eine Person holt andere Leute. Hudson hat Angst. Hudson betet: «Herr, hilf mir bitte.» Jetzt sitzen mehrere Männer neben Hudson. Alle warten bis Hudson schläft. Dann können sie ihn berauben. Hudson kann nicht mehr schlafen. Es ist gefährlich. Aber er ist müde. Sobald er eingenickt ist, sind die Männer aufgestanden und versuchen ihn zu betasten. Hudson erwacht sofort.

Hudson denkt: «Ich will jetzt singen, um die Müdigkeit zu verdrängen.» Am Morgen gehen alle Männer weg. Hudson kann ein wenig schlafen. Der Herr bewahrt Hudson auf allen seinen Reisen.

Maria arbeitet als Lehrerin in einer Schule. In der Nähe der Schule wohnt Familie Jones. Familie Jones hat kleine Kinder. Maria hilft ab und zu im Haushalt. Frau Jones wird sehr krank. Die Familie ruft Dr. Hudson.

Hudson pflegt Frau Jones und hilft auch im Haushalt mit. Maria und Hudson lernen sich kennen. Hudson denkt: Ich habe sie lieb, aber ich kann nicht heiraten. Ich will im Landesinneren von China arbeiten. Da ist noch kein Ausländer gewesen. Hudson kämpft mit den Gefühlen, betet und wartet auf Gott.

Frau Jones wird wieder gesund. Die Familie Jones merkt, dass Hudson und Maria verliebt sind. Sie sagen zu Hudson: Maria passt sehr gut zu dir. So fasst Hudson Mut und schreibt Maria einen Heiratsantrag. Wochen vergehen, dann kommt ein Brief von Maria: nein. Hudson kann nicht verstehen. Familie Jones tröstet Hudson sehr.

Leider ist Maria gezwungen worden, nein zu schreiben. Sie hat ihre Vorgesetze informiert, dass sie Hudson heiraten will. Die Vorgesetzte sagt: Nein, ich verbiete es, du darfst ihn nicht mehr treffen. Hudson ist jung, hat keine Arbeit, einen schlechten Ruf, er kleidet sich wie ein Chinese. Maria betet: «Herr, Dir ist nichts unmöglich.» Nach langer Zeit entschliesst sich Hudson, dem einzigen Verwandten von Maria zu schreiben, einem Onkel in London. Der Onkel fragt in seinen Bekanntenkreisen und in den Missionsgesellschaften nach.

Der Onkel erhält sehr gute Zeugnisse von verschiedenen Leuten in London und schreibt: Ich gebe euch die Bewilligung zum Heiraten.

Hudson Taylor und Maria heiraten am 20. Januar 1858.

In China gibt es viele Religionen. Viele Chinesen sind Buddhisten. Was ist Buddhismus? Der Buddhist glaubt nicht an Gott, glaubt nicht an einen Schöpfer.

Der Buddhismus ist eine Lebensphilosophie. Der buddhistische Mönch lässt Haare und Bart schneiden. Er trägt ein orangefarbenes Kleid. Er fastet und lebt in Klöstern. Er meditiert. Er sitzt am Boden mit gekreuzten Beinen, macht die Augen zu und ist in sich selber versunken. Er verzichtet auf alle weltlichen Wünsche.

Jeden Sonntag morgen hält Hudson Bibelstunde. Auf dem Schaufenster hat er gross geschrieben: ‹Eben-Ezer›. Ein Geschäftsmann namens Nye fragt Hudson, was das bedeutet. Hudson sagt: «Bis hierher hat Gott geholfen».

Nye ist Buddhist, aber er interessiert sich für alles, er möchte einmal Hudson zuhören. Hudson erzählt (Johannes 3,16 Johannes 1,9):

Gott liebte die Menschen so sehr, dass er seinen einzigen Sohn gab. Jeder, der Jesus vertraut, wird ewig leben - Wenn wir unsere Schuld eingestehen, wird Gott unsere Sünden vergeben und alle Schuld von uns nehmen.

Nye ist sehr beeindruckt. Nye ist aufgestanden: «Ich möchte etwas erzählen. Ich suche die Wahrheit. In Buddhismus finde ich keine Ruhe. Heute habe ich das erste Mal von Gott gehört. Ich fühle mich wohl, ich spüre Frieden. Ich will an den Herrn Jesus glauben.» Alle Einheimischen kennen Nye, weil er ein bekannter Geschäftsmann ist. Alle sind erstaunt, dass Nye öffentlich von Gott erzählt.

Nye begleitet Hudson in seinen Reisen. Nye fragt: «Wie lange schon kennt England die Frohe Botschaft von Jesus?» Hudson: «Schon Jahrhunderte.» Nye: «Was? Ist es möglich, dass ihr schon so lange von Jesus wisst und kommt erst jetzt zu uns? Oh, warum seid ihr nicht vorher gekommen?» Nye lädt Fang in die Bibelstunde ein. Fang hört das erste Mal in seinem Leben von Gott. Fang entscheidet sich für Gott. Fang ist Korbflechter. Für Fang ist es ein grosses Opfer, am Sonntag frei zu machen. Fang verliert 1/7 von seinem Lohn, weil er Sonntag frei machen will. Der Chef ist sehr zufrieden mit der Arbeit von Fang. Der Chef denkt: Fang macht die ganze Arbeit in 6 Tagen (anstatt in 7) und am Sonntag muss ich ihn nicht bezahlen. Für mich ist es gut so.

Lae arbeitet als Maler. Lae malt in einem reichen Haus. Lae ist auf der Treppe und malt die Decke. Unten hört er ein Gespräch. Die Hausbesitzerin: «Herr Fang, haben Sie die Körbe mitgebracht für unsere Haustempel?» Fang: «Nein, ich kann ihre Wünsche nicht mehr erfüllen.» Die Hausbesitzerin: «Warum nicht?» Fang: «Weil ich an Gott glaube. Gott ist ein lebendiger Gott. Die Figuren (Götzen) in den Tempeln sind aus Holz oder aus Stein. Diese Figuren sind totes Material. Es nützt nichts, Figuren zu haben. Diese Figuren sprechen nicht, können nicht helfen. Die Bibel sagt in Psalm 115, 4-7:

Ihre Figuren sind aus Gold und Silber. Die Figuren sind ein Werk von Menschenhänden. Diese Figuren haben einen Mund, aber sie reden nicht. Sie haben Augen, aber sehen nicht. Sie haben Ohren, aber hören nicht. Haben eine Nase, aber riehen nicht. Sie haben Hände, aber tasten nicht. Sie haben Füsse, aber sie gehen nicht.

So etwas haben die Hausbesitzerin und ihre Hausmädchen noch nie gehört. Fang will das Zimmer verlassen. Der Maler Lae ruft: «Ich habe dem Gespräch zugehört. Ich möchte mehr von Gott wissen.» Am kommenden Sonntag geht Lae in die Bibelstunde. Lae ist skeptisch, weil er einen Europäer mit chinesischen Kleidern sieht. Lae hört die Predigt von Hudson. Lae versteht die Botschaft von Gott. Lae will an Gott glauben.

Maria wird krank. Der Hausarzt Dr. Parker pflegt Maria wieder gesund. Die Frau von Dr. Parker wird schwer krank und stirbt. Dr. Parker fühlt sich mut- und kraftlos. Dr. Parker fragt: «Hudson, willst du mein Spital übernehmen?» Hudson und Maria beten und sagen ja. Hudson pflegt die Kranken und gibt geistlichen Trost. Maria hilft in der Organisation und in der Administration. Diese Arbeit ist sehr schwer. Es fehlt an Geld und es fehlt an Mitarbeitern. Hudson merkt, dass er krank wird. Er vermutet Tuberkulose. Nach vielen Jahren in diesem Spital sind Hudson und Maria erschöpft. Hudson denkt: «Ich will Heimaturlaub machen, mich erholen von der Krankheit.» Familie Hudson bereitet sich vor. Lae will nach England mitkommen.

Die Schiffreise von China nach England dauert 4 Monate. Hudson bleibt einige Jahre in England. Hudson wird wieder gesund. Viele Engländer möchten die Arbeit von Hudson kennenlernen.

Hudson hält viele Vorträge. Viele Christen fühlen sich angesprochen. Sie möchten auch nach China gehen. Hudson gründet einen Verein: China-Inland-Mission.

Hudson denkt viel an China im Gebet.

Hudson möchte wieder zurück nach China. Hudson sucht Mitarbeiter, denn in China herrscht grosse Not, und er kann nicht alles alleine machen.

Hudson kehrt mit einer Gruppe junger Frauen und Männer nach China zurück. Hudson sagt: «Sobald wir in China sind, kaufen wir für alle chinesische Kleider. Wir sollen nicht nur Kleider und Frisuren ändern. Die Sitten und Gebräuche der Chinesen sollen wir auch annehmen. Zum Beispiel Maria kann nicht mehr Arm im Arm mit dem Ehemann gehen. Wir dürfen die Anstandsgefühle der Chinese nicht verletzen. Warum muss das Christentum ausländisch wirken?»

Aus der Gemeinschaft Juli 1998