Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

CGG Schweiz

Quick-Links

Osterlager 2001

Einige Teilnehmer nahmen zum 1. Mal am Osterlager teil. Sie werden interviewt.

Maria: Ich bin das 1. Mal hier in Osterlager. Es hat mir sehr gut gefallen mit dieser Gemeinschaft zusammen. Ich konnte auch Gottes Wort hören. Ich möchte nächstes Jahr wieder kommen. Das Essen war gut. Es gab auch Spiele, es war oft lustig, ich bin zufrieden.
Brigitte: Es waren gute Leute, liebe Leute, ich fühlte mich wohl. Bin schon das vierte Mal dabei. Will Erfahrung sammeln, möchte Gott kennenlernen. Schon als Kind glaubte ich an Gott, aber nur oberflächlich, und jetzt es tiefer in mir. Früher wusste ich zu wenig von Gott, hier lerne ich mehr über Gott. Schön. Ich spüre, dass Gott mich liebt. Das Programm war gut. René, mein Mann, ist schon das zweite Mal dabei. Ihm gefällt es gut, die Gemeinschaft hier ist besser als beim Sportverein.
Isabel: Gute Gemeinschaft, neue Gesichte. Hoffe nächste Jahr wieder dabei zu sein. In Passugg tiefe Erklärung des Wort Gottes.
Alex: Ich bin das 1. Mal dabei. Es hat mir sehr gut gefallen. Interessant, Neues zu lernen, neue Leute kennen zu lernen. Die meisten Leute haben einen sympatischen Eindruck gemacht. Man konnte offen reden, neue Bekanntschaften schliessen. Die Workshop waren tiefgründig und interessant. Auch die anschliessenden Diskussionen haben einen positiven Eindruck hinterlassen. Vor allem freue ich mich, ein ‹Mitglied dieser Familie› sein zu dürfen. Das Essen war sehr gut.
Hanna (hörend): Es hat mir sehr gut gefallen, sehr gute Atmosphäre, ich fühlte mich angenommen von der Gemeinschaft, ich habe mich wie in einer Familie gefühlt und man spürt einen Unterschied. Ich habe gespürt, dass es gläubige Menschen sind, und das ist anderes als die weltliche Gemeinschaft. Die Workshops waren sehr gut, gut geleitet und ich habe mich gefreut, dass Gehörlose so aktiv mitgemacht haben und zum Mitdenken Das Wort Gottes war klar, deutlich und ging in die Tiefe. Ich war erstaunt, mit welcher Liebe man sich gegenseitig und den 'schwächere oder langsamere' geholfen haben, mit Geduld. Beeindruckt wie hier so aber tief und gehörlosengerecht die Botschaft herübergebracht wurde. Es geht in die Tiefe. Das ist gerade wichtig für heute, nicht oberflächlich, weil alle Menschen haben schon von Gott gehört. In diesem Osterlager ist ganz Wichtiges gesagt worden, dass Entscheidungen getroffen werden müssen und zwar ganz, nicht nur halb. Der Workshop = Austausch, hat mir super gefallen, weil man selber überlegen kann und Ideen geben kann.
Esther (hörend): Es hat mir sehr gut gefallen. Sehr gute geistliche Botschaft/Grundlage. Das ist nicht selbstverständlich. Klar und deutlich war die Botschaft. Einfache angenehme Leute. Bin beeindruckt, wie die Gehörlosen Gottes Wort verstehen. Hier können Gehörlose Gottes Weg erkennen und Gott gehorchen. Mich fasziniert die Gebärdensprache, habe gerne Körperbewegung. Die Lautsprache tönt fremd für meine Ohren (ich bin hörend und Gehörlose nicht gewohnt), aber wenn man die Menschen kennenlernt bekommt man sie liebt.
Thomas (hörend): Wir hörten im Mai 1999 von der Idee einer Schreinerei beim Projekt in Riberalta Bolivien. Besuchten die Gehörlosenschule Riberalta im Mai 2000 um uns ein Bild vor Ort zu machen. Mussten in den letzten acht Monaten viele Fragen und Anfechtungen verarbeiten. Wir entschlossen uns den weiten Weg bis zum Ziel ‹Riberalta› unter die Füsse zu nehmen. Und zwar ein Schritt (Aufgabe, Problem, Fragen) nach dem anderen. Für diese Aufgabe habe ich am Osterlager neue Kraft und Zuversicht erhalten. Auch beeindruckte mich die Anteilnahme der anwesenden Gehörlosen an unserem Vorhaben. Bin überrascht von der offenen Gesellschaft. Fühlte mich schnell dazugehörend (integriert). Die Andachten waren sehr gut verständlich und die Botschaft war klar und wurde für mich -hörend- durch die Gebärdensprache unterstützt – verstärkt. Mich beeindruckte wie die Gehörlosen mitmachten, Fragen stellten und das Gelernte verstanden. Die Workshops fand ich eine gute Idee, denn dadurch konnten sich mehrere Personen am Gespräch sich beteiligen. Und man lernte sich besser kennen. Bei den Zusammenfassungen und Austausch am Abend kamen die verschiedenen Gedanken von den Gruppen zusammen. Auch die Geselligkeit, gemeinsame Spiele in der Freizeit liessen nicht zu wünschen übrig.
Maria

Maria

Hinten: Alex, vorne Hanna

Hinten: Alex, vorne Hanna

Aus der Gemeinschaft Juli 2001