Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Meine Erlebnisse mit Esoterik. Von Ueli

Einige von Euch haben mich im Fernsehen gesehen. Ich hatte am 1. und 2. Mai 1999 auf SF2 im «Fenster zum Sonntag» ein Interview.

Andere haben in der Zeitschrift ‹Christliches Zeugnis heute› mein Interview zum Thema ‹Esoterik 2› gelesen. Im Fernsehen und im Heft erzählen Menschen, die an Jesus glauben (=Ihn als Erlöser angenommen haben) über ihre Vergangenheit mit Esoterik und warum sie jetzt an Jesus glauben. Damit soll gezeigt werden, was Esoterik ist.

Viele haben im Heft und im Fernsehen nicht viel verstanden. Darum möchte ich mein Zeugnis und meine Erlebnisse mit Esoterik erzählen.

Kennst du das Wort ‹Esoterik›? Weisst du, was es heisst? – Ich will es zuerst einmal erklären. Im Wörterbuch habe ich gelesen, dass dies ein griechisches Wort ist. Es bedeutet übersetzt: ‹Geheimlehre›. Heute versteht man darunter viele Methoden, die Menschen helfen sollen.

Ein paar Beispiele:

Nun aber zu meinem Zeugnis. Ich fange da an, wo auch der Fernsehbericht und das Heft angefangen haben: Zuerst lernte ich Maschinenmechaniker und arbeitete ein Jahr auf meinem Beruf. Ich konnte während der Arbeit nie über etwas diskutieren sonst sagten alle: «Ueli redet immer». Aber ich kann nicht an der Maschine arbeiten und zur gleichen Zeit etwas fragen wie die Hörenden. Darum wechselte ich meine Stelle und probierte ungefähr 3 Jahre als Verkäufer zu arbeiten. Am Schluss arbeitete ich wieder temporär (= mit Stundenlohn) als Mechaniker. Dann bekam ich 1991 die Kündigung. 1991 fing die grosse Arbeitslosigkeit an. Eine neue Stelle zu finden war damals sehr schwierig. Ich fragte damals das Arbeitsamt, ob sie mir eine Umschulung bezahlen könnten. Sie sagten: «Nein, es gibt keine Ausbildung». So musste ich auch mein Technikum abbrechen, weil ich zu wenig Geld hatte.

Ja, ich fühlte mich manchmal gut und manchmal schlecht wie jeder Mensch. Aber wenn ich Freunde oder Kollegen traf, zeigte ich immer nur eine Super-Stimmung. Ein guter Freund fragte mich einmal: «Geht es dir nie schlecht?» Ich habe ihm geantwortet: «Wenn ich viel lache, heisst das nicht, es geht mir gut. Wen interessiert es schon, wenn es mir schlecht geht?» Danach sagte er nichts mehr. Er hatte mich durchschaut (= gemerkt, dass ich gelogen hatte.)

Mich interessierten Massagen. Diese Kurse waren nicht so teuer, und ich habe einen besucht. Ich lernte massieren und war sehr glücklich dabei. Endlich konnte ich den Menschen helfen. Nach diesem Kurs besuchte ich weitere Kurse: Ganzkörpermassage, Fussreflexzonenmassage (kann am Fuss durch Massieren verschiedene Organe oder Probleme heilen), Touch for Health (= Heilen durch Berühren), Kinesiologie (zwei Kurse und dann ein Diplom), Polarity (Energiemassage), Bachblütentherapie… Ich habe gemerkt, dass alles sehr gut funktioniert. Ich habe es an mir und an anderen Menschen ausprobiert. In sehr kurzer Zeit war ich ein «guter Esoteriker». Später konnte ich sogar in einem 4-Stern-Hotel in Davos arbeiten.

Ich muss hier sagen: Massieren ist nicht etwas Schlechtes. Aber ACHTUNG!!! Viele Sachen, die ich gelernt habe, sind keine Massagen. Ich heilte durch Energien vom Körper und aus dem Kosmos (=Weltall). Ich benützte fremde unbekannte Kräfte. Meine Hände legte ich auf verschiedene Körperstellen oder gab «eine Medizin» (zum Beispiel: Homöopathie, Schüsslersalze, Bachblüten). Aber woher kommen diese Kräfte, die Energien? Sie wirken gut, das ist die Hauptsache. Aber ich habe in der Bibel gelernt: es gibt zwei Mächte auf dieser Welt: Gott und Satan. Gott hat viele Menschen geheilt. Satan versucht Gott zu kopieren, so kann Satan die Menschen durcheinander bringen. Jetzt haben die Menschen viele gute Sachen und brauchen Gott nicht mehr. Der Mensch kann jetzt alles selber machen, auch heilen.

Das Gleiche wollte mir damals ein gläubiger Kollege (an einem Abendessen mit Christlichen Geschäftsleuten) erklären. Ich sagte Ihm einfach: «Gott hat alles gemacht, also ist auch alles von Gott.» Ich glaubte damals, wenn ich den Menschen helfe, bin ich ein guter Mensch. Aber das stimmt nicht. Gott hat gesagt: alle Menschen sind schlecht (1. Mose 6, 5 oder Römer 3, 11+12). Nach der Veranstaltung wurde gebetet für die Menschen, die Gott kennenlernen wollten. Danach kaufte ich ein Neues Testament und betete manchmal das «Vater unser im Himmel».

Ich wollte weiter den Menschen durch meine Heilmethoden helfen, aber das funktionierte nicht mehr. Zuerst wollte ich das nicht glauben. Nach kurzer Zeit musste ich selber zugeben, dass nichts mehr funktionierte. Nur eine normale Massage konnte ich noch machen.

Kurze Zeit später (Januar 1994) ist mein Vater gestorben. Danach war ich sehr durcheinander. Im Februar 1994 besuchte ich Reggie (wir waren zusammen in der gleichen Klasse auf dem Landenhof). Reggie hatte viele Bilder mit Bibelworten in der Wohnung aufgehängt. Wir redeten viel über Jesus. Warum ist Jesus gestorben? Warum hat jeder Mensch Sünde? Wir müssen an Jesus glauben, damit unsere Sünden von Gott vergeben werden. Nach diesem Gespräch war ich noch mehr durcheinander. Darum wollte ich ein Country-Konzert in Luzern besuchen. Ich liebte Country- Musik. Dort traf ich noch einmal eine ehemalige Landenhof-Schülerin. Auch sie war gläubig. Sie lud mich in einen Lobpreis-Gottesdienst ein. Die jungen Christen sangen schöne Lieder für Gott. Dann wollte ich mehr über Gott wissen. Diese Schülerin hat mich am nächsten Sonntag in einen «normalen» Gottesdienst eingeladen. Der Prediger sagte viel über den Glauben und die Bibel. Ich war jetzt ganz durcheinander. Ich wusste plötzlich: «Mein Weg führt in die Hölle. Ich habe auch Sünden. Wie kann ich aber in den Himmel kommen? Wie muss ich an Jesus glauben?» Ein junger Mann erklärte mir das genau, und danach habe ich Jesus als meinen Herrn und Erlöser aufgenommen. Jetzt war ich ein echter gläubiger Christ. Ich musste nichts machen, nur zu Jesus beten und Ihm sagen: «Jesus, ich weiss, ich habe Sünden. Bitte hilf mir. Ich glaube, dass Du meine Sünden vergeben hast. Dafür bist Du am Kreuz gestorben. Danke, dass ich jetzt ein Kind Gottes bin. Amen.» So einfach ist das! Hast du auch schon Jesus aufgenommen? Nicht? Dann ist jetzt vielleicht eine gute Zeit dafür. Du kannst das Gleiche beten wie ich. Wenn Du unsicher bist, melde Dich bei einer Kontaktperson (hinten im Heft) oder schicke mir ein Fax.

Ja! Jetzt war ich gläubig und habe gemerkt: Es stimmt, viele Heilmethoden, die ich lernte, sind schlecht. Diese Methoden sind nicht von Gott gemacht. Darum habe ich alle Bücher, Diplome, ‹Medizin› zusammengesucht und in den Abfall geworfen (sie waren zusammen mehrere 1'000.– Franken wert). Dann schenkte mir Gott eine Arbeit für 5 Monate. Danach besuchte ich für ein Jahr ein Bibelstudium in Walzenhausen (15 Minuten von St. Gallen). Auf der Bibelschule belästigten mich komische Dämonen. Zuerst nur in der Nacht, dann oft auch am Tag. Als Kind hatte ich solche Dämonen schon gesehen und gedacht, ich sei nicht normal. Jetzt weiss ich, was diese Dämonen sind: Es sind böse Geister, die Satan helfen, Menschen kaputt zu machen. Einmal haben mich diese Geister an den Zehen aus dem Bett gezogen. Mit meinem Pastor habe ich diese Geister dann vertrieben im Namen von Jesus Christus. Wer solche Geister sieht, sollte sofort mit einer Fachperson reden (mit einem Pastor, mit mir, …).

Nun wisst Ihr, was ich erlebt habe. Ich danke Gott. Er hat mein Leben verändert. Er hat mir Frieden in mein Herz gegeben.

Ich wünsche Euch, dass Gott Euch jeden Tag neu segnet, damit Ihr seine Liebe bekommt.

Ueli

Aus der Gemeinschaft Juli 1999