Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

CGG Schweiz

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Europäisches Jugendlager in Arnemuiden, Niederlande: Bericht

Bericht von Martina Zingg

Wir (Markus, Gregor, Andrea, Marie-Lou, Annemarie und ich) fuhren am 26. Juli mit dem Nachtzug bis am Morgen nach Arnhem. Dort stiegen wir um und machten eine Stadtbesichtigung. In einem Restaurant hatten wir Frühstück gegessen und Kaffee getrunken. Damit wir alle richtig wach würden. Nach etwa zwei Stunden Stadtbesichtigung fuhren wir mit der Bahn weiter nach Arnemuiden.

Als wir dort ankamen holten die Holländer uns ab. Dann endlich waren wir bei der Gruppenunterkunft angekommen. Wir waren alle müde, nur Annemarie nicht. Es kamen Gehörlose aus verschiedenen Ländern. Es war interessant. Während dem Lager konnten wir viele Gehörlose kennen lernen.

Jeden Morgen um 7:30 Uhr hatten wir Gymnastik. Wir waren zu faul, um früh aufzustehen, nur Andrea nicht. Um 8:00 Uhr war Gebetstunde und dann gab es Frühstück. Um 9:15 Uhr gab es eine Predigt. Es kamen verschiedene Prediger. Nachher hatten wir Workshops, es wurden immer die gleiche Gruppen gebildet. Wir haben uns ausgetauscht über das Thema vom Morgen, worüber gepredigt wurde. Manchmal habe ich es verstanden, manchmal nicht. Trotzdem ging es gut in der Gruppe. Wir hatten das Thema «Wasser». Es war ein interessantes Thema. Richtiges Mittagessen hatten wir nicht. Es gab das gleiche wie am Mor-gen und zum Abendessen gab es etwas Warmes.

Am Samstagabend machten wir einen kleinen Ausflug. Wir fuhren mit dem Car zum Meer. Als wir dort ankamen, hat sehr stark gewindet, es war auch kalt. Einige wollten spazieren und die anderen wollten am Meer bleiben und haben gespielt. Trotzdem war es schön gewesen. Wir hatten genug vom Wind.

Zwei mal hatten wir Sport. Einmal war eine Stafette und vor allem mussten wir mit Wasser Stafetten machen. Was am anderen Sportnachmittag war, weiss ich nicht mehr, da ich nicht mitgemacht habe. Ich hatte keine Lust mitzumachen.

Am Montag hatten wir einen langen Ausflug. Wir fuhren mit dem Car zum Deltapark. Dort sieht man die Deltawerke, ein aus Dämmen bestehendes Schutz-system gegen Hochwasser und Sturmfluten. Dort haben wir zuerst einen kurzen Film geschaut. Es ist die Geschichte über die Zeit ohne die Deltawerke. 1953 kam eine Überschwemmung. Es gab 1835 Tote. Darum musste eine Wehr ge-baut werden. Die Planung und der Bau dauerten 30 Jahre bis es 1986 eröffnet werden konnte. Es war interessant, wie genau gearbeitet wurde. Nach dem Film konnten wir die Wehr und Bilder vom Bau anschauen (Mehr Infos unter http://de.wikipedia.org/wiki/Deltawerke). Es war sehr schön gewesen.

Am Freitag war Velotour angesagt. Wir fuhren mit dem Velo rund um den See und dann in das Dorf Veere. Dort machten wir eine Pause und gingen an den Markt. Wir schauten uns um, dann fuhren wir mit dem Velo wieder zurück zur Gruppenunterkunft.

Am Abend hatten wir Theater, Workshops, Präsentationen und am letzten Tag am Abend machten wir einen Abschiedsfeier mit Feuer.

Vor der Abschiedsfeier liessen zwei Engländer sich in einem kleinen See taufen. Am Freitagmorgen war der Abschied und wir mussten wieder nach Hause. Um 11:00 Uhr am Morgen fuhren wir mit dem Bahn los. Unterwegs mussten wir oft umsteigen. Wir waren alle ca. um 23:00 Uhr zu Hause und sehr müde, aber glücklich. Wir haben die Berge vermisst. So sind wir froh wieder in der Schweiz zu sein. Genug vom Wind hatten wir auch.

Es war meine erste lange Reise und es war auch schön, mit jungen Leuten zu-sammen zu sein. Es war auch lustig, wir mussten viel lachen. Ich habe viel erlebt. Zum Glück hatten wir schönes Wetter.

Ich werde es nicht vergessen. Es war eine schöne Zeit. Danke Gott, dass Du uns bewahrt hast während dem Lager.

Aus der Gemeinschaft Oktober 2007