Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Auferstehungsfreizeit in Passugg

Ueli Wüthrich erzählt uns von der schönen Freizeit

Während den Ostertagen habe ich immer etwas vor, z.B. Verwandte besuchen, Predigtbesuch und auch Schiessen. Mit Spannung, was Passugg mir bringt, nehme ich dieses Jahr zum ersten Mal an dieser Auferstehungsfreizeit teil.

Am Donnerstag Nachmittag fuhren wir mit der Bahn nach Chur. In Zürich stiegen wir wegen einer defekten Zugtüre in einen anderen Zug um und kamen mit grosser Verspätung in Passugg an. Jeden Morgen, von 9.30 Uhr bis Mittag, hatten wir Unterricht - mit Markus M. als Leiter - über das sehr interessante Thema ‹die neun Seligpreisungen›. Unter anderem ist in den Seligpreisungen von der inneren Freude die Rede, die in jeder Situation erfahrbar ist. Die Seligpreisungen stehen im Matthäusevangelium Kapitel 5 Vers 3 bis 12. Wer kann sie auswendig aufsagen? Diese neun Seligpreisungen sollen wir in Erinnerung behalten und nicht vergessen. Die Seligpreisungen enthalten viele Verheissungen Gottes für uns. Wer mit Gott und seinen Mitmenschen in Frieden und Harmonie lebt, erlebt wahres Glück. Darum sollen wir jeden Tag Gottes Wort nicht nur lesen sondern auch studieren! Am Freitag Nachmittag konnten wir unsere Freizeit selber gestalten (Jassen, Plaudern, Spazieren, Spielen etc.). Martin Bützer organisierte noch Theatergruppen. Am Abend sahen wir einen wahren Film über die Gläubige Sophie Scholl während dem zweiten Weltkrieg. Sie wurde gefangen genommen (sie war gegen die Regierung der Nazis und Hitler) und zum Tode verurteilt. Wir können uns wo etwas wie im Film bei uns nicht vorstellen, und doch leben auch wir in einer andere Form der Verfolgung, z.B. hohe Kompromissbereitschaft, Bequemlichkeit (wir lieben unser Leben sehr), Gnadenloser Materialismus (Geld/Haus wichtiger als Gott). Wichtig ist für uns 1.Tim 6,12:

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.

Am Samstag Nachmittag hatten wir ‹Lormkurs› (=Handalphabet) mit einer schwerhörig-blinden Frau. Das war sehr interessant, und man muss jeden Tag viel üben. Josef Schmid kann so schnell mit seiner Frau Irene lormen und wir konnten nur staunen. Am Abend machte Daniel Fenner mit uns ein Bibelquiz. Anschliessend zeigte er uns die Fotos (Powerpoint-Präsentation ab Computer) von Bolivien und erzählte dazu.

Am Sonntag Abend machte Mirjam mit uns einige Spiele. Am Anfang spielten wir zusammen Lego ohne Wort und Gebärden dazu. Am Schluss war noch ein interessantes Spiel angesagt: Rucksack-Packen. Wir ‹packten in den Rucksack› ein: Brot, Käse, Wasser, Schirm usw. wer dann z.B. beim Nachsagen den Käse vergass, war dann aus dem Spiel raus.

An allen vier Tagen war das Wetter herrlich, schön und warm und wir konnten viele Stunden im Freien geniessen. Am liebsten wären wir noch dort geblieben, es hat uns allen sehr gut gefallen. Die Zeit verging aber sehr schnell und wir möchten es in guter Erinnerung behalten. Nächstes Jahr möchte ich wieder kommen.

Ein ganz herzliches Dankeschön für die sehr guten Einsätze von Annemarie und Felix Urech! Auch danke Willi und Mirjam für die Organisation. Bravo!

Aus der Gemeinschaft Juli 2007