Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Osterlager 2006

Bericht von Osterlager

Dieses Jahr waren wir, Steve und ich, bereits zum dritten Mal dabei. Wir freuten uns sehr darauf. Ganz besonders, weil wir zu dritt anreisten - zum ersten Mal mit unserem Hund Bona zusammen.

Auch in diesem Jahr war das Lager wieder anders, speziell und toll! Besonders schön war, dass die Familie Hobel mit ihren drei Kindern aus Österreich wieder mit dabei war. Auch Josef und Irene aus Deutschland waren dabei. Das erlaubte uns, viele neue und interessante Erfahrungen zu machen und von der taubblinden Frau Irene Schmid zu lernen. Wir konnten mit ihr durch Lormen mit einem Handschuh kommunizieren. Zum Teil konnten wir es schon auswendig - ohne Handschuh.

Ich freute mich darüber, das Lormen kennen zu lernen.

Interview mit Steve

Steve
Steve

Marilena:Wie hat es dir in Passugg gefallen?
Steve:Sehr gut, ansonsten wäre ich die letzten zwei Jahre nicht dabei gewesen.
Marilena:Was hat dich berührt?
Steve:Die ganze Gemeinschaft.
Marilena:Was hast du neu erfahren?
Steve:Man lernt sehr viele Sachen von der Bibel, auch wenn ich einiges schon wusste.
Marilena:Kommst du gerne wieder nach Passugg und warum?
Steve:Sicher werde ich, wenn möglich, alle Jahre mit meiner Frau Marilena dabei sein. Es sind sehr viele Gründe zum sagen warum. Die Gemeinschaft, das Wort Gottes, die Entspannung und das Ausruhen. Übrigens: Ich persönlich finde die Preise für die vier Tage Aufenthalt in der Bildungsstätte günstig.

Osterlager

Am Donnerstagabend um ca. 18.30 Uhr kamen wir alle an. Ein kaltes Buffet stand bereit. Um 20.15 gab es verschiedene Informationen. Dann waren wir frei, den Abend selber zu gestalten.

Am Karfreitag nach unserem ersten, guten Frühstück begannen wir um 10 Uhr das erste Bibelstudium zum Thema ‹Die Frucht des Geistes›.

Wir vertieften uns während des ganzen Lagers einzeln in die neun verschiedenen, wichtigen Früchte. Nämlich 1. Liebe, 2. Freude, 3. Friede, 4. Geduld, 5. Freundlichkeit, 6. Selbstbeherrschung und am Schluss in einer Zusammenfassung noch die drei Früchte der Güte, der Treue und der Sanftmut.

Zu Beginn des Bibelstudiums sang Martina Zingg jeweils schöne Loblieder. Anschliessend sahen wir Andreas von Känel als Pantomime. Das waren sehr gute Bilder für uns Gehörlose. Viele haben sie stark berührt, aber es war zum Teil auch so lustig und wir mussten so viel lachen darüber, wie Andreas von Känel gespielt hatte mit Fantasie und Darsteller-Kunst!

Andreas zeigt eine Pantomime
Andreas zeigt eine Pantomime

Ich freue mich immer wieder, mehr über Gott zu lernen und zu erfahren. Es macht mich stark, doch so mache ich mir auch Gedanken, wo meine Schwächen sind, um zu lernen, das neu Gelernte umzusetzen und meine Früchte reifer werden zu lassen! Das Thema war so interessant und schon war die Zeit um - Mittagessen!

Am Nachmittag gab Martin Bützer uns kurz Informationen über ein Theaterspiel. Wer Interesse hatte, durfte frei Theater üben für den Sonntagnachmittag. Anschliessend hatten wir den Nachmittag frei.

Das Wetter hatte mitgespielt, und die vielen Kinder und die Erwachsenen waren meistens im Freien. Auch spielten einige draussen Schach und die anderen hatten sich in die Sonne gesetzt und plauderten.

Nach dem Abendessen hielt Daniel Fenner einen schönen Vortrag über verschiedene Bibelverse. Er zeigte dazu wunderschöne Bilder und ergänzte diese mit vielen guten Ideen.

Daniel Fenner hatte am Sonntag - am Auferstehungstag - für das Frühstück an jeden Platz auf dem Tisch verschiedene Bibelverse mit schönen Bildern gelegt. Es war eine nette Überraschung, für die er viel gearbeitet hatte.

Beim zweiten Bibelstudium am Samstagmorgen lernten wir mehr über die Frucht des Geistes. Immer wieder kamen viele Fragen und es ergaben sich interessante Diskussionen!

Am Nachmittag hatten wir wieder freie Zeit. Viele gingen nach Chur in die Stadt oder blieben in der Bildungsstätte und machten sich einen gemütlichen Nachmittag.

Am Abend gab es von Andrea wieder Loblieder. Auch zwischendurch gab es schöne Loblieder. Es berührte mich sehr, dass wir für Gott und Jesus feiern durften!

Am Tag der Auferstehung, kurz nach dem Frühstück, begannen wir schon eine halbe Stunde früher mit dem Bibelstudium. Ebenso am Montag, da es sonst mit der Zeit zu knapp geworden wäre.

Am Sonntag Nachmittag fand dann endlich das Theater statt! Sieben verschiedene Darstellungen gab es und es war so lustig, wie alle sehr gut gespielt hatten. Auch ich spielte mit, obwohl ich am Anfang nicht unbedingt mitmachen wollte. Danach freute ich mich aber, dass es geklappt hatte und vor allem, dass mein Mann Steve nichts davon wusste und er sich total kaputt lachen konnte.

Am Abend sahen wir eine interessante und sehr spezielle ‹Krimi-Fotostory› von Gregor, Markus, Andrea und Dalia zum Thema ‹Der verlorene Sohn›. Sie haben viel gearbeitet daran und sich gut vorbreitet. Es war sehr gut. Nach dem Film hatte Markus eine Zusammenfassung zum Thema ‹Der verlorene Sohn› aus der Bibel erzählt. Gregor zeigte und erklärte, wie sie gearbeitet hatten und wie und wo sie den Film gemacht hatten. Einfach toll! Am Schluss hatten Dalia und Markus noch ein kleines Zeugnis erzählt von dem, was sie während dieser Arbeit erfahren und was sie mit Gott erlebt hatten.

Anschliessend konnten wir von Alex Volmar noch die Fotos von den Dias anschauen und bestellen. Alex hat viele schöne und fantasievolle Fotos gemacht und auf dem Computer viel für uns vorbereitet.

Schnell war wieder Montag - das hiess: ab und wieder einpacken!!

Das Bibelstudium zum Thema ‹Frucht des Geistes› war ein Erfolg und wir konnten es am Montagvormittag abschliessen.

Frau Hobel aus Österreich hatte auch Loblieder gesungen. Es hatte mich sehr berührt. Ihr Gesicht strahlte ganz fest, und man sah, ihre Früchte sind gewachsen!

Nach dem letzten Mittagessen verabschiedeten wir uns alle von unseren Geschwistern im Herrn und fuhren nach Hause.

Es ist schön wenn wir alle einander helfen, Gottes Gaben zu benützen und zu lernen, einander zu lieben, denn so bleiben wir stark in der Gemeinschaft im Herrn.

Während der Heimfahrt im Auto sprach ich mit Steve über die Erlebnisse in Passugg.

Marilena

Aus der Gemeinschaft Juli 2006