Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

CGG Schweiz

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EDCC 2004 Nyborg, Dänemark, 12.-19. Juli 2004

Bericht aus der 1. Europäische Konferenz der gehörlosen Christen

In diesem Bericht lassen wir (Adrian, Franziska, Martin und Regi) euch auch teilhaben an unserem achttägigen Konferenzerlebnis, wo auch Jesus unter uns war. Er sagte (Matth. 18:20):

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen

Wir richten euch Grüsse aus von Brüdern und Schwestern aus der ganzen Welt, die euch kennen. Aslang Kristiansen, eine treue Christin aus Norwegen, lernte 1980 an der 4. ICDC Hans Hermann kennen. Sie fragte nach ihm und lässt ihn ebenfalls grüssen.

Geschichte der Konferenz

Eigentlich wäre dies die 10. ICDC Internationale Konferenz der gehörlosen Christen gewesen, das heisst fast ein 10-jähriges Jubiläum. Da die Mehrzahl der gehörlosen Christen aus verschiedenen europäischen Länder kamen, wurde der Name in EDCC abgeändert. Die neun ICDC von 1968-2000 fanden statt in:

(Wie ihr schon gemerkt habt, meistens im hohen Norden).

Vom Gastland Dänemark erzähle ich gerne ein wenig die Entstehungsgeschichte. Die CCG-Gemeinschaft in Kopenhagen begann zirka im Jahre 1960. Eine kleine christliche Gehörlosen-Gruppe mit hörender Dolmetscherin war anwesend. 1971, in der Stadt Kolding traf sich die Internationale Christliche Gehörlosen Gemeinschaft. Bob McFarland aus England - damals noch nicht Pastor - und Jan Zachariassen aus Kopenhagen (beide noch jung, 21 und 19 Jahre) leiteten diese Konferenz. Es waren 90 Teilnehmerinnen aus sieben verschiedenen Ländern anwesend. Gehörlose Redner gab es nicht. Alle RednerInnen waren hörend. Heute, 33 Jahre später, sind alle Redner gehörlos. Es gab 194 TeilnehmerInnen aus 26 Ländern. Wunderbar! Gott ist ein guter Gott. Er öffnete den Gehörlosen ihre Augen und ihre Herzen. So können wir seine Worte auch weitergeben an alle Gehörlosen der ganzen Welt, wachsen und vermehren, wie es sein Wille ist.

Die Schweizer CGG unterwegs nach Nyborg

Eine kleine Schweizergruppe der CGG entschloss sich, daran teilzunehmen. Am 12. Juli 2004 flogen Adrian, Franziska und ich (Regi) mit dem Swiss Flugzeug nach Kopenhagen. Wir genossen den Flug im ‹Midi-Flieger› mit dem wunderbaren Blick vom Himmel zur Erde. Ein Vers aus der Bibel, der sehr bekannt ist, soll uns prägen, denn Jesus sagte (Matth. 24:35):

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

Regi, Franziska und Adrian, Martin
Regi, Franziska und Adrian, Martin

Auf dem Flughafen in Kopenhagen holten Jytteund ihr Freund Ove uns ab.

Wir warteten noch auf weitere Leute aus anderen Ländern, um gemeinsam mit der Bahn nach Nyborg zu reisen. Martin Bützer fuhr mit dem Zug, da er die Reise auf diese Art geniessen wollte und Freude hat, die Landschaft durch das Zugsfenster zu betrachten.

Konferenzort Hotel Nyborg Strand

Nyborg ist mit seiner 700jährigen Geschichte eine der ältesten dänischen Hafenstädte. Das Hotel ist 1 1/2 Bahnstunden von Kopenhagen entfernt, liegt an einem wunderschönen Strand mit grandioser Panoramaaussicht zur Grossen-Belt-Brücke. Umgeben von Wald und einen Steinwurf weit weg liegt der herrliche Badestrand. Die 18 km lange feste Brückenverbindung (grösste Brücke Europas) zwischen den Inseln Seeland und Fünen besteht aus einem Eisenbahn- und einem Autobahnteil. Die Bahn fährt durch einen Unterwassertunnel.

Konferenzablauf

Das Thema der Konferenzwoche war ‹Der Segen Gottes›. Auf Englisch (‹God’s Blessing›) und Dänisch (‹Gud’s velsignelse›) wurde der Titel im Saal gross aufgehängt.

Der zeitliche Ablauf in unserem Saal war von Dienstag bis Sonntag immer gleich. Es war ein sehr aufbauendes und abwechslungsreiches Programm. Nach einem kräftigen, dänischen Frühstück wurde eine halbstündige Gebetszeit durchgeführt. Mit sattem Magen betet es sich besser. Die Bibelstunde dauerte zwei Stunden. Zuerst lobten und priesen wir Gott mit Gebärdenlieder. Jeweils eine ausgesuchten Gruppe eines Landes, durfte auf der Bühne vortragen. Eine Serie von sechs Predigten kam zusammen. Die gehörlosen Pastoren aus verschiedenen Ländern wie Schweden, England, Holland, Dänemark, Estland predigten über dieses Thema aus verschiedenen Seiten. Leider würde der Bericht zu lang, wenn Franziska alles schreiben würde. Also wird sie nur zwei auf schreiben.

1. Josef

Im Konferenzsaal
Im Konferenzsaal

Der Herr segne dich und behüte dich! Der Herr lasse Sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! (4. Mose 6:24-27)

Ein sehr bekannter Bibelvers. Aber was bedeutet ‹Segen?›Segen bedeutet gute und erfolgreiche Resultate. Wir sehen klar am Beispiel der Geschichte von Josef, wie er gesegnet war. Der Pastor erzählte die Geschichte von Joseph sehr gut mit Mimik und Gestik. Wir brauchten keinen Dolmetscher. Wir alle aus verschiedenen Länder konnten die Geschichte gut verstehen. Es war sehr eindrücklich. Josef war sehr gesegnet von Gott. Er bekam von seinem Vater einen bunten Mantel und hatte zwei wunderbare Träume. Die Brüder wurden eifersüchtig. Sie nahmen Josef den Mantel weg und verkauften Josef als Sklaven nach Ägypten. So haben die Brüder den Segen von Josef gestohlen. Aber Gott war mit Josef. Gott segnete alle Arbeiten von Josef als Sklave. Das ganze Haus Potifars war gesegnet wegen Josef. Er war gesegnet und erfolgreich. Josefs Arbeit wurde auch von Potifar bewundert, und Josef wurde beliebt. Er wurde auch erhöht. Potifar gab ihm immer mehr Verantwortungen über sein Haus, Hab und Gut. So sehr war Josef gesegnet, weil Gott mit ihm war. Es war nicht leicht für Josef, so weit weg zu sein von der Familie und allein in Ägypten mit anderen Kulturen. Aber wie schon erwähnt: Gott war mit ihm. Aber dann kam die Versuchung durch Potifars Frau. Sie wollte mit ihm schlafen. Sie rief ihn mehrmals. Josef verweigerte sich und floh. Die Frau riss ihm den Mantel weg. Josef flieht aus dem Haus. Denn Josef hatte Respekt vor Potifar und vor Gott. Er wollte Potifar nicht beleidigen und auch nicht vor Gott sündigen. Doch die Frau hatte den Mantel als Beweisstück und schrie. Und die Leute kamen herbei. Sie erzählte ihnen, dass er mit ihr habe schlafen wollen und als sie geschrien habe, sei er weggerannt. Das war aber nicht so. Sie hatte gelogen. Potifar glaubte ihre Geschichte und Josef musste ins Gefängnis. Wiederum wurde der Segen von Josef gestohlen. Aber auch im Gefängnis war Gott bei ihm. Auch dort segnete Gott Josef mit all seinem Tun. Gott gab ihm die Gabe, Träume zu deuten. Josef deutete die Träume des Mundschenks und des Bäckers. Später hatte Pharao einen Traum, und niemand konnte ihn deuten. Der Mundschenk erzählte Pharao, dass Joseph den Traum deuten könne. So kam Josef aus dem Gefängnis und wurde wiederum erhöht. Er wurde der zweithöchste Chef von Ägypten. Er war verantwortlich für Vorräte für die Jahre der Hungersnot. Alles lief gut. Die Leute fühlten sich wohl unter Josefs Aufsicht. Als die Hungersnot kam, mussten die Brüder Josefs kommen und sich vor ihm beugen. Josef erkannte, dass es Gottes Plan gewesen war, um seine eigene Familie zu retten. Der Herr ist immer mit Dir, wo Du auch bist, wo Du auch arbeitest. Der Herr ist bis zum Ende bei Euch. Matth. 28:20:

Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. (ELB)

2. Segen und Fluch

Woher kommt der Fluch? 1. Mose 3:14:

Und Gott, der Herr sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens.

Der erste Fluch war für die Schlange. Gott verfluchte die Schlange, weil sie die Frau verführt hatte. Der zweite Fluch war für Adam, weil er die verbotene Frucht gegessen hatte. Adam musste das Paradies verlassen und hart arbeiten. Gott war auch traurig darüber.

Segen bedeutet wie schon erwähnt: Gute, positive, erfolgreiche Resultate. Was bedeutet dann Fluch? Es ist genau das Gegenteil: Schlechte, negative und schmerzhafte Resultate. Der Segen ist eine positive Kraft Gottes mit guten Resultaten. Der Fluch macht alles kaputt. Was sind die Konsequenzen (Folgen, Auswirkungen) des Fluchs? In 5. Mose 28:16-68 können wir eine ganze Liste von Flüchen lesen, die geschehen können. Chronische Krankheiten, Befremdung in Ehe und Familie, Scheidungen, Alkoholismus, Minderwertigkeitsgefühle usw. Warum diese Flüche? Das lesen wir in 5. Mose 28:15.

Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorchst, so dass du nicht darauf achtest, all seine Gebote und seine Ordnungen zu tun, die ich dir heute gebiete, dann werden all diese Flüche über dich kommen und dich erreichen.

Der Grund ist: durch den Ungehorsam dem Wort Gottes gegenüber. Und dann - wie bekommen wir den Segen Gottes? Durch den Gehorsam dem Herrn gegenüber. 5. Mose 28: 1,2.

Und es wird geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, genau gehorchst, dass du darauf achtest, all seine Gebote zu tun, die ich dir heute befehle, dann wird der Herr, dein Gott dich als höchste über alle Nationen der Erde stellen. Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes gehorchst.

Wir sollen seine Geboten folgen, vorsichtig wandeln. Höre dem Herrn zu und tue, was Er sagt. Josua 1:7-8.

Nur sei recht stark und mutig, dass du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln, das mein Knecht Mose dir geboten hat! Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du überall Erfolg hast, wo immer du gehst! Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.

Josua war immer gehorsam. Wir sollen auch zuhören und gehorchen wie Josua, Tag und Nacht. 1. Sam. 15:22 - König Saul hörte nicht zu und gehorchte Gott nicht. Deshalb durfte Saul nicht mehr König bleiben. 5. Mose 28:2: Gehorche dem Herrn und der Segen Gottes wird über uns sein und über uns bleiben. Gott möchte den Segen mehr und mehr geben. Segen bedeutet für uns Erfolg, gutes Glück und Vorteile. Gott gibt uns mehr, als wir denken. Wir müssen nicht einmal Gott darum bitten. Gott weiss schon, was wir brauchen. In der Bibel sehen wir als gute Beispiele Leute, die gesegnet waren durch Gehorsam: Noah, Josef, David, Rahab. Wenn wir Gott zuhören und gehorchen, wird Gott uns segnen mit unserer Familie, mit guter Gesundheit, in euren Finanzen, in eurer Gemeinde, in euren Ämtern, in eurer Bibelgruppe usw. Gott segne euch.

Am Nachmittag

Die Nachmittage verbrachten wir mit Ausflügen nach Odense/Nyborg, Besichtigungen des Eisenbahnmuseums und des Schlosses, Besuch im Odensezoo, einer herrlichen Radtour, Schwimmen im hoteleigenen Schwimmbad, Sport oder Ausruhen. Dadurch gab es gute Gelegenheiten, mit den Glaubensgeschwistern zu plaudern und ihre Gebärden besser kennenzulernen. Die Verständigung klappte immer besser, noch schneller bei denen, die Englisch konnten. Fremdsprachen muss man können! Für Gemeindeleiter oder solche, die es werden möchten, wurden Workshops angeboten.

Die Abendprogramme bestanden aus Theater, Berichten aus der Mission, Jugendlager, Bibelschule, Evangelisation und Abschiedsparty. Für einige wurde es manchmal zu viel, auch wir waren nicht immer dabei. Dafür gab es andere Möglichkeiten, den Abend mehr in lockerer Gemeinschaft unter Geschwistern zu verbringen oder am Meer zu spazieren.

Die Ausstellungswände informierten uns über viele Länder und deren Aufbauarbeit mit gehörlosen Christen in ihren Gemeinden, Gemeinschaften und Missionen. Mit viel Interesse wurden positive Erfahrungen oder Probleme unter den Gehörlosen ausgetauscht, und wir bekamen einen wertvollen Einblick in ihre Gemeindestruktur.

Auch die Dolmetscherinnen haben viel zu einer guten Übersetzung beigetragen. Es wurde in sechs verschiedene Sprachen übersetzt (Holländisch, Deutsch, Schwedisch, Englisch, Dänisch und ASL, immer 2 Pers. pro Sprache). Die Konferenzsprache war Englisch, und jedes Land nahm seine eigenen Dolmetscher mit, die Englisch verstanden und übersetzten.

Missionsbericht von Martha aus Österreich

Martha aus Salzburg und Uta aus Hamburg, waren für die deutschsprachige Übersetzung zuständig. Wir vier Schweizer durften von den beiden Übersetzerinnen profitieren.

Uta hat gehörlose Eltern. Sie kennt die Gehörlosen-Kultur sehr gut und wird in Hamburg bald die DolmetscherInnenausbildung abschliessen. Nachher darf sie überall offiziell übersetzen. Die Deutschen CGG kennen sie schon seit ihrem Teenager Alter.

Ich wunderte mich, dass Martha Amerikanerin ist (mit holländischen Vorfahren) und nun in Österreich lebt. Gerne wollte ich mehr über sie und ihre Missionsarbeit erfahren und bat sie um ein Interview. Sie erzählte: Ich bin in Minnesota USA geboren. Bevor ich nach Österreich kam, lernte ich in Colorado (USA) gehörlose Glaubensgeschwister kennen und begegnete mit ihnen einer völlig neuen Kultur und Sprache, der Gebärdensprache. Martha fragte sich: Möchte Gott, dass die Gehörlosen in Österreich in der Stille bleiben?

Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? (Röm. 10,14)

Anfangs der 70er Jahre kam ich nach Wien, wo es damals noch keine Missionsarbeit unter Gehörlosen gab. Aber von dem Zeitpunkt an begann der Herr, in kleinen Schritten Türen aufzutun. Z.B. hatten gehörlose Gläubige aus Deutschland jahrelang für die geistliche Not unter Gehörlosen in Österreich gebetet. 1987 durften wir einige aus Stuttgart zu uns nach Wien einladen, wo inzwischen der Herr auch Andreas zum Dienst unter den Gehörlosen berufen hatte. Seither sind Gehörlose und Hörende in der GL-Arbeit in D und A herzlich verbunden. Freizeittreffen in der Schweiz und Deutschland, Bibelwochenenden auf der Alm (Alp) oder evang. Veranstaltungen in Wien und eine internationale christliche Konferenz für Gehörlose in Wales prägten die ersten Jahre.

Letztes Jahr fand die 8. christliche Frauenfreizeit in Schorndorf-Aichenbach (40 km westlich von Stuttgart) mit Österreich und Deutschland statt. Also alle 2 Jahre. Im Jahre 2005 ist es wieder soweit: die 9. Frauenfreizeit vom 4. - 8. Mai 2005 wird in Wartaweil/Ammersee sein. Mit Bibelarbeit, Austausch, Sport und Zeit für Erholung wird das Treffen gestaltet. Vor einigen Jahren haben die beiden Länder ein Projekt gestartet, Bibelgeschichte in Gebärdensprache auf Video zu drehen. Zuerst war ‹Der blinde Bartmäus› , dann folgte ‹Auf den Spuren von Jesus› - vier Menschen, die Jesus begegnet sind. Gerade ist eine neue Serie erschienen: ‹Unterwegs mit David› erzählt in sechs Lektionen aus dem Leben Davids. Die Geschichte wird von Addy Braun aus München in DGS erzählt. (Heute leben zehn Gehörlose (von 8000 Gehörlosen in A) weit voneinander entfernt, die den Herrn Jesus kennengelernt haben. Landesweit gibt es ein paar Gemeinden, denen es ein Anliegen ist, Gehörlose zu erreichen. In Salzburg treffen sich einige regelmässig, um in der Bibel zu lesen. Freizeiten und Treffen werden gerne besucht. Es ist erfreulich, dass in letzter Zeit viele junge Leute das Evangelium von Menschen mitbekommen haben, die selber gehörlos sind. Gehörlose Frucht wächst bekanntlich am besten auf gehörlosen Bäumen! Nun können sie freudig bekennen (Joh. 4,42):

...denn wir selber haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Heiland der Welt ist.

Genau das haben wir in der Gemeinde Salzburg-Loig neulich erlebt. Eine gehörlose Familie aus den USA, selbst Missionare in Budapest als Leiter einer Bibelschule für Gehörlose, war bei uns zu Gast. Wir haben gehörlose Freunde aus Salzburg, Wien, München und aus Wiesbaden zu einem evangelischen Wochenende eingeladen. Die USA-Gäste Mark, Lindalou und ihre fünf Kinder, alle gehörlos, haben durch Lieder, Zeugnis und Predigt Gottes wunderbare Botschaft weitergegeben, alles in Gebärdensprache, was von allen mit grossem Interesse und locker verfolgt wurde.

Derzeit arbeitet Martha an der Gehörlosenschule in Salzburg als Englischlehrerin. Sie ist Dolmetscherin und übersetzt unter anderem in der Salzburger Berufsschule.

Ade Nyborg! Auf Wiedersehen in vier Jahren in ...?

Der letzte Tag war nur noch Abreisetag. Da galt es, von lieb gewonnen Glaubensgeschwistern Abschied zu nehmen. Es wurden letzte Adressen ausgetauscht und gesammelt, Abmachungen getroffen für ein nächstes Wiedersehen, so Gott will, und Gastfreundschaft angeboten.

Viele Ziele der Konferenz wurden erreicht. Gemeinschaft zu pflegen mit anderen gehörlosen europäischen Christen, die den gleichen Glauben haben, den Glauben an Jesus Christus. Wir haben uns ermutigt und aufgebaut durch Gottes Wort in den Bibel- und Gebetsstunden, die soziale Gemeinschaft vertieft und neue Bekanntschaften gemacht.

Wohin wird Gott uns in vier Jahren führen? Wo werden wir uns wieder treffen? Der Ort ist noch nicht festgelegt. Betet bitte für die Organisatoren der Konferenz für eine gute Vorbereitung, für Kraft, Segen und Weisheit, die sie brauchen.

Für uns (Adrian, Franziska und ich) war es Zeit, die Heimreise anzutreten im Bauch des Minifliegers der Swiss Richtung Schweizerland, müde aber sehr ermutigt. Martin reiste mit dem Zug weiter nach Schweden zu einem christlichen Sommercamp. Liebe Leser und Leserinnen des CGG-Gemeinschaftheftes, vielleicht haben wir euch durch diesen Bericht angesteckt im Jahre 2008 auch dabei zu sein.

Gott segne Euch und bis bald!

Aus der Gemeinschaft Oktober 2004