Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

CGG Schweiz

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Projektinformationen: Die Christoffel Blindenmission CBM

Wer ist die CBM und was macht sie? Was hat sie mit der CCG CH zu tun?

Die CMB unterstützt finanziell die Gehörlosenschule in Riberalta

Letztes Jahr haben wir Kontakt bekommen zur Christoffel Blindenmission CBM. Daniel Fenner ist Mitglied und hat den Kontakt hergestellt. Die CBM unterstützt viele Projekte für Blinde in der Dritten Welt. Aber sie hilft auch Gehörlosen in der Dritten Welt. Die CBM hat überlegt: Man könnte das Projekt Riberalta unterstützen. Warum? Riberalta ist in einem armen Land, Bolivien. Es liegt in der ärmsten Provinz von Bolivien, in der Provinz Beni. Dort möchte die CBM auch etwas anfangen. Die Schule von Andreas Kolb wäre ein guter ‹Einstieg›. Die CBM hat viele Informationen über Riberalta verlangt. Sie hat gefunden: Riberalta scheint ein gutes Projekt zu sein. Im Oktober 1999 war eine Mitarbeiterin der CBM in Riberalta. Sie kam aus Brasilien. Dort hat die CBM auch eine Gehörlosenschule. Die Mitarbeiterin hat mit Andreas Kolb, aber auch mit Francisco und Edith Ramirez (Hörenden-Maranatha-Schule) gesprochen. Dann hat sie einen Bericht geschrieben. Der Bericht war sehr, sehr positiv für das Projekt Riberalta. Er ist auf Englisch geschrieben. Wir werden ihn auf Deutsch übersetzen und im nächsten Heft abdrucken. Der Bericht ist eine Bestätigung und eine Ermutigung für uns. Eine grosse und neutrale Organisation bestätigt uns: die Gehörlosenschule Riberalta ist gut organisiert und gut geführt.

Dann hat die CBM beschlossen: Riberalta bekommt eine Unterstützung von 20 000 Euros (etwa

30 000 Franken). Das ist eine sehr grosse Spende. Damit können wir in Riberalta etwas Neues aufbauen. Im November 1999 besucht noch einmal eine Mitarbeiterin der CBM Riberalta. Sie will mit Andreas Kolb besprechen: Was machen wir mit 20 000 Euros? Man muss gut überlegen!

Jetzt aber wollen wir de CBM ganz herzlich danken für diese sehr grosse Spende. So viel Geld bekommen wir nicht oft!

Wer ist die CBM, was macht sie?

Und wir wollen die CBM etwas genauer kennenlernen. Die CBM hat uns viele Unterlagen geschickt. Ich versuche, das Wichtigste zusammenzufassen und in einfache Sprache zu ‹übersetzen›.

Porträt der Christoffel Blindenmission CBM

Logo CBM

Logo CBM

Gründung

Die CBM wurde 1908 von Pfarrer Ernst Christoffel gegründet. Er baute in Malatia/Türkei das erste Heim für Blinde, Körperbehinderte und Waisenkinder. 1925 eröffnet er in Täbris (Iran) eine Blindenheimschule, 1929 eine in Isfahan (Iran). Dort stirbt Ernst Christoffel 1955 mit 78 Jahren. Die CBM hiess damals noch ‹Christliche Blindenmission›. Zu Ehren von Pfarrer Christoffel änderte sie 1956 den Namen in ‹Christoffel Blindenmission› 1967 folgt das erste Projekt in Afrika (Äthiopien, Kenia, Tansania), 1973 das erste Projekt in Südamerika (Peru). 1986 feiert die CBM ein besonderes Jubiläum: Sie finanziert die ein-millionste Graue-Star-Operation seit 1966. 1988 Gründung der CBM Schweiz (Verein, in Zürich). 1989 wird die CBM von der UNO (Weltgesundheitsorganisation WHO) offiziell als Fachorganisation anerkannt. 1997 finanziert sie die drei-millionste Graue-Star-Operation.

CMB -heute-

Heute arbeitet die CBM in 109 Entwicklungsländern. Sie unterstützt 1095 Projekte für Blinde, Hörbehinderte, körperlich und geistig Behinderte.

131 Fachleute (Augenärzte, Krankenschwestern, Lehrer usw) aus Europa, Nordamerika und Australien arbeiten in diesen Projekten, zusammen mit 9652 Einheimischen. Ziel: Einheimische ausbilden, damit sie selbstständig weiterarbeiten können. Die CBM hilft vor allem beim Heilen und Bekämpfen der Blindheit, bei Schulung und Berufsausbildung von Behinderten und bei der Integration in die normale Welt. 1998 hat die CBM in der ganzen Welt 10 Millionen Blinden, Kranken, Gehörlosen und Behinderten geholfen. 42% der Arbeiten waren für Augenarzt-Dienste, 20% für Ausbildung und Hilfe an Blinde und Behinderte, 8% für Hörbehinderte und 5% Orthopädie (medizinische Hilfe) für Körperbehinderte. Die CBM ist das grösste Hilfswerk der Welt für Blinde und Augenkranke.

Diese Menschen wurden an einem Tag in der Augenklink Lahan in Nepal am Grauen Star operiert. Foto: CBM

Diese Menschen wurden an einem Tag in der Augenklink Lahan in Nepal am Grauen Star operiert.
Foto: CBM

Organisation

Die Dachorganisation (Hauptsitz, Verbandssitz) ist die Christoffel Blindenmission International in Zürich. Dort sind elf Vereine zusammengeschlossen: Die CBM Schweiz (auch in Zürich), die CBM Australien, Belgien, Kanada, Deutschland, Grossbritannien, Italien, Österreich, Tschechien, USA und Neuseeland. Alle diese Vereine haben elf Regionalbüros in Afrika, Asien und Lateinamerika (= Südamerika und Mittelamerika). Die Regionalbüros betreuen die Projekte. Meist arbeiten sie zusammen mit den Kirchen am Ort des Projektes.

Einige ‹verrückte› Zahlen – alle aus dem CBM-Jahresbericht für 1998:

Die CBM Schweiz finanzierte 4,1 Millionen Franken, die CBM total 60 Millionen.

Alle fünf Sekunden erblindet ein Mensch auf der Welt. Jede Minute erblindet ein Kind. Jedes Jahr erblinden mindestens sieben Millionen Menschen. Weltweit leben 45 Millionen Erblindete und 135 Millionen hochgradig Sehgeschädigte. 90% der Erblindeten leben in Entwicklungsländern. 80% der Erblindungen könnte man verhindern, wenn es genug medizinisches Personal hätte! In Afrika gibt es ein Augenarzt für ein Million Menschen, in der CH ein Augenarzt für 15 000 Menschen...

Die Gehörlosen

In der Gehörlosenschule von Ramotswa/Botswana.   Foto: CBM

In der Gehörlosenschule von Ramotswa/Botswana.
Foto: CBM

Auf der Welt leben viele Gehörlose. Man weiss nicht genau wieviel. Es gibt unterschiedliche Zahlen, zwischen 42 und 300 Millionen (Anmerkung: der Gehörlosen-Weltverband WFD sagt: 70–80 Millionen). Die CBM schätzt: Bis 2020 wird es rund 80 Millionen Blinde haben, wenn nicht mehr getan wird – doppelt soviel wie heute. Warum? Keine Ärzte, keine Spitäler, zu weit weg bis zum nächsten Arzt/Spital, schlechte Ernährung (Vitaminmangel), zu wenig Sauberkeit (verschmutztes Trinkwasser, Infektionen), kein Geld für ärztliche Hilfe.

Die Blinden

Jeder zweite Blinde ist wegen Grauem Star erblindet. Der Graue Star ist die häufigste Ursache für Blindheit. Man kann den Grauen Star operieren. In der Dritten Welt kostet eine Operation nur 50 Franken. Sehr wenig für uns reiche Schweizer, aber zu teuer für viele arme Afrikaner und Asiaten. Die CBM hat 1998 weltweit total 313300 Graue-Star-Operationen ermöglicht! Unzählige Blinde können so wieder sehen! PS: die Zahl der Staroperationen entspricht nicht direkt der Zahl der Starpatienten.

Die Welt-Gesundheits-Organisation (Abteilung der UNO, Abkürzung auf Englisch: WHO) schätzt: von allen Blinden auf der Welt sind 1,5 Millionen Kinder. Warum: zuwenig Vitamin A, kein Geld für gesundes Essen. 1998 verteilte die CBM weltweit über 2 Millionen Vitamin-A-Tabletten. Das kostet ein Franken pro Kind und rettet es vor Kinder-Blindheit. Jedes Jahr werden 500 000 Kinder zusätzlich blind. 60% dieser erblindeten Kinder sterben innerhalb von zwei Jahren. Die CBM untersucht jedes Jahr etwa 2 Millionen Kinder augenärztlich.

In Tropengebieten sind etwa 17 Millionen Menschen durch eine Stechmücke mit winzigen Würmchen infiziert. Sie verbreiten sich im ganzen Körper, es juckt einen, die Parasiten dringen bis ins Auge – man wird langsam blind. Man nennt das: Flussblindheit (Onchozerkose). Hier kann man helfen mit einem Medikament (Mectizan). Die Verteilung von Mectizan kostet wie bei Vitamin A ein Franken pro Person. In Westafrika muss heute bereits niemand mehr durch Flussblindheit erblinden.

Eine andere Krankheit: Lidentzündung (Trachom). Weltweit sind 146 Millionen Menschen infiziert (sie sind noch nicht blind, aber werden langsam blind). Die Augenwimpern beugen sich nach innen, zerkratzen das Auge, der Mensch wird langsam blind. Die CBM führt Operationen durch und verteilt Augensalbe. Im Jahr 1998 hat die CBM 580 000 Trachom-Patienten betreut.

453 400 Menschen erhielten eine Brille. 136 000 Sehgefährdete wurden operiert. 179 000 Behinderte wurden sozialpädagogisch betreut und ausgebildet (erhielten Schule und Ausbildung), darunter auch 26 750 Hörbehinderte.

Die Projekte der CBM

Die CBM half bei 1095 Projekten, z.B. Augenspitäler mit 11 148 Betten und 80 optischen Werkstätten u.a.m.). Die CBM half 1998 bei 620 Schul- und Ausbildungsprojekten, darunter drei Institutionen für Taubblinde und 91 Projekten für Hörbehinderte.

Und im Jahr 2000 gehört auch Riberalta dazu!

Im Jahr 1998 hat die CBM weltweit total 10 145'200 Menschen geholfen – mehr als 10 Millionen Augenkranke, Gehörlose und andere Behinderte! Eine unglaubliche Zahl!

Wir von der CGG sind glücklich, dass wir von einer so grossen und so erfahrenen Organisation Unterstützung bekommen, siehe CBM besucht Riberalta

 

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