Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Projektinformationen: Interview mit Andreas Kolb im Januar 2007

Daniel Fenner interviewte Andreas Kolb

Interview mit Andreas Kolb, Riberalta, 17. Januar 2007

Daniel Fenner: Andreas, hast Du gut angefangen in Riberalta nach Deiner Rückkehr aus der Schweiz? Hast Du neuen Schwung, neue Energie aus dem Heimaturlaub nach Bolivien mitgenommen?
Andreas Kolb: Ich war froh, dass Carole, meine Stellvertreterin, mir den „Betrieb“ gut geordnet übergeben hat. So konnte ich gleich mit der Arbeit weiterfahren. Aus dem Heimaturlaub habe ich viel frischen Wind mitgebracht und neue Motivation für meine Arbeit. Für neue Energie war der Urlaub ein wenig kurz. Die eigene Familie verlangte Aufmerksamkeit, auch die vielen Besuche(r), Vorträge und andere Aktivitäten.
Daniel Fenner: Wie geht es Deiner Familie jetzt?
Andreas Kolb: Die zwei Buben, Josua und Noé, haben ein gutes Schulzeugnis erhalten, obwohl sie drei Monate in der Schule gefehlt haben. Über Weihnachten und Neujahr wollten wir nach Tarija in die Ferien fahren. Wegen der Situation in der Schule Arca (Lehrer fehlen, neue Mitarbeiter, Bauarbeiten laufen noch…) haben wir beschlossen, hier zu bleiben. Die Reise nach Tarija und zurück hätte uns auch nach Cochabamba geführt. Dort sind jetzt grosse Unruhen und Behinderungen des Verkehrs. So sind wir Gott dankbar, dass wir hier in Riberalta geblieben sind. Sara hat auch nach dem Urlaub in der Schweiz gut angefangen. Sie hat ein doppeltes Amt: die Arbeit im Kindergarten für gehörlose Kinder und den Haushalt. Im Haushalt wird sie von mir unterstützt. Zusammen mit mir macht sie auch Seelsorge für die Gehörlosen. Das neue Schuljahr beginnt am 12. Februar. Es haben sich schon drei neue SchülerInnen angemeldet. Wir sind gespannt, wie viele neue sich noch anmelden werden.
Daniel Fenner: Was gibt es in der Schule Arca Neues?
Andreas Kolb: Für das Büro der Sekretärin Emelina haben wir einen neuen Anbau. Das alte Büro ist jetzt eine Bibliothek. Das neue Büro ist zugleich ein Empfangsraum für Besucher. Auf dem Grundstück nördlich der alten Schule Arca haben wir an der östlichen Mauer (Strassenseite) ein Häuschen mit zwei WCs und einer Dusche angebaut. Die Familie, die auf diesem Grundstück wohnt und es bewacht, hatte früher nur ein altes WC mit Plumpsklo und einer Wand aus Plastikplanen und gar keine Dusche. Jetzt dürfen sie das neue Toilettenhaus benützen, wie auch die Benützer der neuen Sportanlage. Diese Sportanlage ist eine hohe offene Halle mit einem gewölbten Wellblechdach. Das Dach schützt vor Regen und vor der starken Sonnenstrahlung. In der Trockenzeit wollen wir den Hallenboden betonieren. Dann installieren wir Basketballkörbe und Fussballtore und ein Volleyball-Netz. Dieses Jahr werden wir versuchen, zusätzlich zur Produktions-Werkstatt für Männer auch Arbeit für Frauen in der neu gebauten Schulküche anzubieten.
Daniel Fenner: Möchtest Du ein paar persönliche Worte an die CGG-Schweiz richten?
Andreas Kolb: Ich möchte euch allen vielmals danken für eure herzliche Gastfreundschaft und Gemeinschaft während unserem Heimaturlaub. Es war schön, zum ersten Mal die Jugendlichen der CGG kennenzulernen. Ich habe gesehen, dass auch die Gehörlosen in der Schweiz Erlösung brauchen, die nur Jesus Christus geben kann. Hier gibt es Arbeit für die Leute der CGG-Schweiz! Vielen herzlichen Dank auch für eure Gebete und für die Unterstützung mit euren Gaben!

 

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