Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Projektinformationen: Wieder eine Reise nach Bolivien

Daniel Fenner bereiste Bolivien ein neues Mal. Hier sein Bericht.

Letztes Jahr hatte ich am Arbeitsplatz sehr viel Arbeit. Den ganzen Sommer lang bezog ich keine Ferien. Gegen Ende Jahr wurde es Zeit zu überlegen: Wohin und wann? Wer mich kennt, weiss die Antwort schon: nach Bolivien! Diesmal reiste ich nicht allein. Mit auf die Reise kamen Cesar Achimo, seine Frau Elisabeth Achimo-Maag und ihre Schwester Ruth Maag. Cesar Achimo ist Pastor der Kirche ‹Dios es Amor Maranatha› in Riberalta, dort ist die Gehörlosengemeinde mit Andreas Kolb.

Hinreise:

Nach rund 27 Stunden Reise kommen wir am Neujahrsnachmittag in Cochabamba an. Am Flughafen werden wir von Priscilla Maag, der Schwester von Elisabeth und Ruth, begrüsst. Priscilla unterrichtet in Cochabamba Biblische Geschichte an einer Schule für hörende Kinder. Ihr Missions-Rundbrief wird von mir verschickt.

Bei unserer Ankunft in Cochabamba sind auch Riitta Alatalo und Nelly Valda anwesend Beide sind gehörlos. Sie übergeben mir ein bolivianisches Mobiltelefon mit den Nummern meiner bolivianischen Freunde aus Cochabamba und Riberalta für den Gebrauch während meinem Aufenthalt in Bolivien. Natürlich habe ich gleich ein SMS an Andreas und Sara geschickt. Später, als ich tagelang auf den Flug nach Riberalta gewartet habe, ist dieses Mobiltelefon sehr nützlich gewesen, um Andreas und Sara zu informieren: ich kann noch nicht fliegen, ich werde morgen fliegen, wir starten jetzt, und ich komme bald in Riberalta an.

Die zwei Wochen in Cochabamba sind schnell vorüber gegangen: Besuchen bei Bekannten, einkaufen, einige Ausflüge, Berichte senden im Internet-Café und Computerhilfe für Priscilla.

Bolivien liegt geografisch in den Tropen. Europäer müssen aufpassen, was sie essen und trinken. Salat essen zum Beispiel, oder frischen Fruchtsaft trinken, dazu noch mit Eiswürfeln: alles verboten! Weil ich dieses Verbot am Anfang nicht respektiert habe, war ich einen Tag lang krank, aber zum Glück nur einen Tag!

In der Gehörlosengemeinde in Cochabamba

Am ersten Sonntag nach Neujahr werde ich von Riitta und Nelly abgeholt. Wir fahren per Kleinbus zur Kirche ‹Cristo Salva›. Dort trifft sich jeden Sonntag eine Gruppe von Gehörlosen (30...50 Personen) zum Gottesdienst. In Cochabamba hat es zwei grössere christliche Gehörlosengemeinden, eine in der Kirche Cristo Salva und eine in der Gehörlosenschule Vinto, dazu zwei kleinere in der näheren Umgebung der Stadt. Die Kirche Cristo Salva hat neben den hörenden Diakonen vier gehörlose DiakonInnen (DienerInnen).

Nach dem Sonntagsschul-Teil (der ist am Anfang; die Gehörlosen, die hörenden Erwachsenen und die hörenden Kinder und Jugendlichen haben etwa eine Stunde lang ihren eigenen Gottesdienst-Teil) folgt der gemeinsame Predigt- und Abendmahls-Gottesdienst.

Nach dem Gottesdienst gehe ich mit einigen Gehörlosen in der Stadt chinesisch essen. Eine gehörlose Mutter mit ihren zwei hörenden Kindern kommt mit. Ihr hörender Mann lebt und arbeitet in Spanien. Seine Frau und die zwei Töchter dürfen jetzt auch zum Papa nach Spanien ausreisen. Ich erfahre: Etwa 30 gehörlose BolivianerInnen leben im Ausland, die meisten in Spanien. Jeden Tag reisen allein aus Cochabamba 400 Bolivianer weg, um irgendwo im Ausland Arbeit zu suchen. So schlecht ist die Situation im Land. Wer kann, probiert natürlich, dass er in der Heimat (Bolivien) bleiben und arbeiten kann. Es ist aber schwierig, eine anständig bezahlte Arbeit zu finden, von der man leben kann. Also wollen fast alle ins Ausland.

Warten auf den Flug nach Riberalta

Cesar, Elisabeth und ich haben einen gemeinsamen Flug mit der Luftwaffe von Cochabamba nach Riberalta für Freitag, 12. Januar gebucht. Mit dabei war auch Soraya, eine hörende Frau aus Riberalta, mit ihren Zwillingsmädchen (22 Monate, auch hörend). Wir können aber erst zwei Tage später fliegen. Wie ist es dazu gekommen?

Die bolivianische Demokratie funktioniert nicht wie unsere Demokratie in der Schweiz. Hier reden wir miteinander. In Bolivien machen die Leute (manchmal ist das die Partei ‹MAS› des Präsidenten Evo Morales!) Strassensperren, besetzen Regierungsgebäude und liefern sich Strassenschlachten mit den politischen Gegnern. Ein Tag vor unserer geplanten Weiterreise nach Riberalta gibt es solche Strassenkämpfe zwischen Landarbeitern und Koka-Bauern, die nach Cochabamba gekommen sind, um den vom Volk gewählten Präfekten aus seinem Amt zu jagen, und Einwohnern von Cochabamba, die genug hatten von den Strassensperren und Demonstrationen. Es gibt zwei Tote und über 100 Verletzte, bis die Polizei endlich für Ruhe sorgen kann.

Am Freitagmorgen früh fahren wir mit zwei Taxis zum Militärflughafen. Wir schaffen es gerade, die Strassensperren zu umfahren und auf Umwegen zum Abfertigungsschalter zu kommen. Nach Riberalta ist kein Flugzeug frei, das Militär braucht alle Flugzeuge, um Soldaten nach Cochabamba zu fliegen. Von Cochabamba nach Santa Cruz und La Paz gibt es eine Luftbrücke für die Leute, die wegen den Strassensperren nicht mit dem Bus fahren können. Nach dem Mittag ist klar: Kein Flug nach Riberalta heute. Wir kehren zurück zu Priscilla.

Am Samstag war es wieder gleich: Früh morgens zum Flugplatz fahren, dann den halben Tag lang warten und wieder umkehren. Wenigstens können wir unser Gepäck einchecken. Am Mittag verabschieden wir uns im zivilen Flughafen von Ruth Maag, die in die Schweiz zurückreist.

Am Sonntagmorgen um sieben Uhr starten wir endlich in der alten 50-plätzigen Fokker F-27 der bolivianischen Luftwaffe in Richtung Riberalta. Als wir gegen elf Uhr in Riberalta landen wollen, regnete es so stark, dass der Pilot die Landung abbricht und durchstartet. Wir weichen aus nach Guayaramerin an der Grenze zu Brasilien, 90 Kilometer entfernt. Nach etwa einer Stunde Wartezeit in Guayaramerin fliegen wir zurück nach Riberalta, wo wir auf der neuen Asphaltpiste sicher landen und von Andreas Kolb und weiteren Freunden herzlich begrüsst werden.

Kurz vor Guayaramerin haben wir die Piste eines ganz neuen Flughafens überflogen. Später frage ich Andreas Kolb, was das für ein Flughafen sei. Er sagt mir: Das ist der neue Flughafen von Guayaramerin. Er liegt ziemlich weit ausserhalb der Stadt. So können sie den alten Flughafen schliessen oder sie benützen ihn nur noch für kleine Flugzeuge. In Guayaramerin ist schon zweimal ein Flugzeug über die Piste hinaus gerast. Ich denke: In Zukunft können die mittelgrossen Düsenflugzeuge von Aerosur und Lloyd Aero Boliviano auf dem neuen Flughafen von Guayaramerin landen, dann fahren wir per Bus oder mit Andreas’ Auto in einer Stunde nach Riberalta, über eine Asphaltstrasse und über die neue Brücke über den Urwaldfluss. Die Brücke ist zu 90 Prozent fertig gebaut, und auf die Asphaltstrasse warten wir noch. Auf diese Weise sind wir in dann nicht mehr auf den Transporte Aereo Militar (Luftwaffe) und auf die privaten Kleinflugzeuge angewiesen.

Alltag im Urwaldgebiet

Für die nächsten zwei Wochen bin ich zu Gast bei Andreas und Sara Kolb. Nach einer Siesta fahren wir um vier Uhr nachmittags mit Andreas’ altem Toyota (Baujahr 1990) zur Kirche in den Gehörlosengottesdienst. Wir kommen aber nur zwei Häuserblöcke weit. Der Wagen spuckt und stottert und ruckt beim Fahren. Andreas meint, die Benzinleitung sei verstopft. Wie wir auf die Hauptstrasse von Riberalta eingebogen sind, fährt der Wagen auf einmal noch schlechter als sonst. Andreas kann ihn fast nicht vorwärts bewegen. Plötzlich gibt es einen Knall unter dem Wagen. Andreas fährt rechts ran, wir steigen aus. Wir müssen das Auto stehen lassen und mit Töfftaxis zur Kirche fahren.

Im Gehörlosengottesdienst sind etwa 20-30 Personen. Auch Ricky, Carole und Miriam de Callo sind da. Andreas predigt über 4. Mose 13 und 14: wie Mose zwölf Spione in das gelobte Land ausgesandt hat. Er gebärdet sehr anschaulich. Ich verstehe ihn sehr gut, schliesslich habe ich vorher rasch die ganze Geschichte in der Bibel nachgelesen!

Andreas hat noch Gespräche in der Kirche und kommt deshalb später. Nachdem er zurück zu Hause ist, begleite ich ihn mit einer Taschenlampe zu Fuss zum stehengelassenen Toyota. Andreas untersucht den Motorraum. Wir sehen dort nichts Besonderes. Dann leuchten wir mit unseren Lampen unter das Auto. Ich sehe etwas: der Auspufftopf ist geplatzt! Wenn es nur das ist, läuft der Wagen mit einem neuen Auspuff bald wieder gut.

Ich passe mich dem feuchtwarmen Klima an und nehme den Alltag in Riberalta sehr, sehr gemütlich. Trotzdem habe ich mein Programm mit einigen Aufgaben am Computer, mit Interviews und und mit Fotografieren. Es regnet hier ziemlich viel, und dann ist es nicht so warm. Heiss wird es nur, wenn die Sonne scheint. Nachts kann es ziemlich kühl werden. Das dauernde Schwitzen am Tag ist erträglich, aber eben doch recht lästig. Ehrlich gesagt, zähle ich schon ein bisschen die Tage, bis ich die Heimreise antreten kann!

Am Montag sind bereits drei neue Kinder für die Schule Arca angemeldet. Bis das neue Schuljahr am 15. Februar beginnt, kommen vielleicht noch mehr neue.

Die neue Schulküche der Schule Arca ist eingerichtet. Auf dem Grundstück nördlich der alten Schule wurden ein Toilettenhäuschen mit zwei Toiletten und einer Dusche sowie ein kleines Waschhaus gebaut. Sie sind für die Benützer der ebenfalls neu gebauten Sportanlage und für die Familie gedacht, die dort wohnt und das Grundstück hütet.

Die Sportanlage ist eine offene Halle mit einem hohen, gewölbten Wellblechdach. Sie bietet Schutz gegen Regen und Sonne. Der Hallenboden wird noch betoniert, dann werden Markierungen für ein Spielfeld aufgemalt, und es werden Basketballkörbe, Fussballtore und ein Volleyball-Netz montiert. Solche offene Hallen ohne geschlossene Wände gibt es in Bolivien viele. Man kann darin eine Werkstatt einrichten, eine Garage, eine Lagerhalle, irgendeinen Betrieb und eben auch eine Sportanlage.

Josué hat in seinem Zimmer ein Schlagzeug. Das ist scheints sein neues Hobby. Zusammen mit Noé spielt er vormittags darauf. Josué und Noë haben es gut: ihre Eltern sind gehörlos, sie wohnen im Eigenheim (nun ja, als Familie in einem Haus), und die Nachbarn sagen nichts wegen dem Lärm.

Eine Katze haben Kolbs auch. Es ist eine schöne, junge Tigerkatze. Sie heisst Bambi, ist sehr verspielt und macht jeden Blödsinn mit, den die Kinder mit ihr anstellen. Eine zweite Katze wurde vor kurzem vom Hund gefressen. Bolivianische Hunde gehen auf jede Katze los, ausser sie wachsen zusammen mit Katzen auf, und man erzieht sie so, dass sie wissen: Katzen sind nicht zum Essen. Dann sind die Hunde aber vielleicht so lieb und zahm, dass sie als Wachhunde nicht zu gebrauchen sind?!

Am Donnerstagabend ist der wöchentliche Treff der Gehörlosen im ‹Club Arca›. Das gibt Arbeit für mich, ich will einige Personen für die Zeitschrift ‹Gemeinschaft› interviewen. Für die Interviews habe ich die Fragen schriftlich vorbereitet und ausgedruckt. Die Interviews einer Schülerin und zweier Schüler hat dann Carole Lehmann für mich durchgeführt, in bolivianischer Gebärdensprache. Vielen Dank, Carole!

Aus der Schweiz habe ich einige Gläser selbst gemachte Zwetschgenkonfitüre nach Bolivien mitgebracht. Auf Spanisch heisst die Zwetschge: ciruela. Das ist ein bisschen schwierig zum Auswendiglernen. Wie helfe ich mir? Der Palast der spanischen Könige in Madrid heisst: Zarzuela. (Fragt mich bloss nicht, woher ich das weiss). Das tönt schön ähnlich wie ‹ciruela›!

Aus den roten Früchten des Pitanga-Baums in ihrem Garten macht Sara Kolb ein feines Getränk. Beim Auspressen der Früchte bleiben Samen zurück. Die hat Sara im Garten in einen Pflanzentrog mit Erde geworfen. Einige Samen haben gekeimt und Wurzeln geschlagen. Vor meiner Abreise habe ich sechs Stecklinge ausgegraben und in die Schweiz mitgenommen. Jetzt suche ich ein Treibhaus...

Am Samstag vor meiner Abreise laden Miriam und Federico de Callo zur Einweihung ihres neuen Hauses ein. Wir erinnern uns: Miriam arbeitete einige Jahre lang in der Gehörlosenschule Arca. Das Haus von Miriam und Federico liegt ganz am Rand von Riberalta, im Osten, noch weiter draussen als die ‹Mision Suiza› (SIM). Das Grundstück wurde erst vor kurzem gerodet (Urwald-Bäume und Sträucher abgeholzt und verbrannt). Zum Trinken gibt es Coca-Cola. Als das Getränk ausgegangen ist, muss ich trotz Hitze und Durst mit Trinken aufhören, denn nachher hat es nur ungefiltertes Brunnenwasser zum Trinken. Das Haus hat kein fliessendes Wasser, auch keinen Strom und keine Abwasserleitungen. Die Elektro-Installation ist im Haus eingebaut, aber es hat noch kein Stromnetz von der Stadt zum Anschliessen.

Miriam und Federico sind am Sonntag, 21. Januar Richtung Santa Cruz-Schweiz abgereist. Sie werden sich zwei Jahre lang weiterbilden. Anschliessend wollen sie in Riberalta ein Projekt für Strassenkinder starten (das sind vor allem Kinder, die ihre Eltern verloren haben).

Am Tag vor meiner Abreise bin ich nochmals zu Besuch bei Cesar und Elisabeth Achimo. Elisabeth Achimo sagt mir: Soraya hat die Zwillinge zur Grossmutter in Riberalta gebracht. Dann ist Soraya in der Drogenszene verschwunden, wahrscheinlich in den Urwald. Elisabeth hat zur Grossmutter gesagt: Die Zwillinge können bei Achimos wohnen. Aber die Grossmutter will das nicht. Eines von den Zwillingen ist krank. Das Haus der Grossmutter ist sehr schmutzig, sagt Elisabeth. Alle Kinder in diesem Haus lügen und stehlen. Die älteren Mädchen sind alle schwanger. So sieht die soziale Situation in vielen Familien in Riberalta aus. Riberalta, ein Paradies im Urwald? Das stimmt überhaupt nicht! Welche Drogen nimmt Soraya? frage ich Elisabeth. Kokain, ist die Antwort. Woher kommt es? Die Coca-Pflanze wächst nicht nur im Chapare und in den Yungas (höher gelegene Gebiete des tropischen Regenwalds) sondern auch im Tiefland-Urwald. Dort im Urwald um Riberalta versteckt gibt es Fabriken, wo das Kokain mit Chemie aus den Coca-Blättern gewonnen wird. Von dort aus kommt dieses Rauschgift überall hin.

Heimreise via Brasilien

Am Mittwochmorgen, 24. Januar, verabschiede ich mich von Sara, Carole, Cesar und Elisabeth. Andreas, Josué und Noé begleiten mich bis nach Guajará Mirim in Brasilien. Das Auto von Andreas ist immer noch nicht fertig repariert, deshalb nehmen wir ein Taxi.

Die Urwaldstrasse nach Guayaramerin ist trotz der Regenzeit trocken und staubig und mit Schlaglöchern übersät. Unterwegs hält der Taxifahrer an und zieht die Radmuttern mit einem Radmutternschlüssel an. In Guayaramerin sehe ich, warum: das linke Vorderrad wird nur noch von drei anstatt vier Schrauben gehalten!

Die weitere Reise verläuft ohne Probleme. Pass- und Zollkontrollen vor und nach der Fahrt über den Grenzfluss Mamoré, die fünfstündige Busfahrt nach Porto Velho, das Übernachten im Hotel Central, der Souvenir-Einkauf, ein Ausflug auf dem Fluss Madeira, die Besichtigung des Eisenbahn-Museums, die Taxifahrt zum Flughafen und das lange Warten bis vier Uhr morgens auf den Abflug: alles schon einmal ‹geübt›.

Im Flughafen von Porto Velho kaufe ich eine Zeitung. Auf der Titelseite ist ein Bild von einer alten Dampflokomotive. Darunter steht ‹Trem volta a rodar na Madeira-Mamoré› (auf Deutsch etwa: ‹Zug fährt wieder auf der Madeira-Mamoré-Eisenbahnstrecke›. Am Sonntag, 28. Januar fährt ein Zug mit der Lok Nr. 18 aus dem Jahr 1936 zum ersten Mal seit langer Zeit wieder (nur 7 km weit). Und das ausgerechnet zwei Tage, nachdem ich Porto Velho verlassen muss, weil mein Heimflug schon reserviert ist. Da wäre ich gerne mitgefahren auf dieser berühmten Strecke durch den Urwald! Vielleicht habe ich ein anderes Mal Gelegenheit dazu.

In São Paulo muss ich den Flughafen wechseln. Der Weg zum Gratis-Bus der Fluggesellschaft TAM (er fährt vom Inland-Flughafen Congonhas zum internationalen Flughafen Guarulhos) ist jetzt viel einfacher und direkter als früher. 32 Stunden nach dem Start in Porto Velho (Wartezeiten inbegriffen) und nach sechs Starts und Landungen komme ich im Flughafen Zürich an, wo ich von Ruth Maag und von meiner Schwester Ruth abgeholt werde.

Folgendes habe ich auf meiner Reise verloren: einen kleinen Schreibblock, ein Leibchen (das trägt jetzt Andreas?) sowie etwa sieben Kilo Gewicht.

Schlussworte

Gefunden und gewonnen habe ich viele, viele Eindrücke und Erlebnisse, die mir in Erinnerung bleiben werden. Nicht alles ist so gelaufen, wie ich mir wünschte, aber Jesus hat mich jeden Tag begleitet. IHM sei Lob und Dank und Ehre!

So wie es im englischen Lied ‹Amazing Grace› heisst, nicht ganz genau auf Deutsch übersetzt:

Durch Schwierigkeiten mancher Art ward ich schon je geführt, doch hat die Gnade mich bewahrt, die Ehre Gott gebührt.

Ganz herzlich danken möchte ich auch allen, bei denen ich in Bolivien zu Gast sein durfte: Priscilla Maag, Cesar und Elisabeth Achimo und natürlich Andreas und Sara Kolb.

Dani Fenner

 

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