Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Ein Brief an die CGG - zum Nachdenken

Vor kurzer Zeit ist in einer Gehörlosenschule ein gehörloser Jugendlicher gestorben. Er hat eine Überdosis (viel zu viel auf einmal) Heroin genommen und ist daran gestorben.

Im Osterlager in Passugg erhielt die CGG einen Brief von Patty Hermann-Shores. Wer sich im Gehörlosenwesen auskennt, der kennt Patty auch und weiss, dass sie eine wichtige Person unter den Gehörlosen ist. Sie schreibt der CGG etwas Trauriges:

Ein Aufruf

Vor kurzer Zeit ist in einer Gehörlosenschule ein gehörloser Jugendlicher gestorben. Er hat eine Überdosis (viel zu viel auf einmal) Heroin genommen und ist daran gestorben. Das zeigt: auch die gehörlosen Jugendlichen sind in Gefahr. Nicht nur die Hörenden. Auch bei Gehörlosen kann es Drogenprobleme geben.

In der Zeitschrift des SGB, den SGB-Nachrichten, ist ein Brief abgedruckt, geschrieben von zwei Schuldirektoren: Viele junge Gehörlose machen bei Veranstaltungen (vor allem Sport mit Abendunterhaltung) mit. Dabei können sie beliebig Alkohol trinken. Offenbar schauen die Veranstalter nicht darauf, ob jemand noch jung ist und noch in die Schule geht. Hauptsache: ‹mitmachen und mitsaufen...›. Oft kommen diese Jugendlichen dann am nächsten Montag betrunken und ‹verkatert› zur Schule.

Der Brief von Patty - extra an die CGG gerichtet - und der Artikel in den SGBN zeigen: wir als Erwachsene, besonders aber als Christen tragen grosse Verantwortung gegenüber den jungen Gehörlosen. Wir müssen mithelfen, dass sie nicht auf eine schiefe Bahn geraten.

Wir machen zwar keine Abendunterhaltungen mit Alkohol. Aber das genügt nicht. Wir haben keine CGG-Jugendgruppen, keine CGG-Sonntagsschulen. Was macht die CGG für die Jugendlichen... bis jetzt sehr wenig! Am meisten für Jugendliche machen wir nicht in der Schweiz, sondern in Bolivien. Nur dort betreuen wir Jugendliche und Kinder... in der Schweiz aber machen wir nichts. Das beunruhigt mich. Das darf uns nicht egal sein. Wir müssen beten und versuchen, Kontakt zu den gehörlosen Jugendlichen zu finden. Wir sollen mithelfen, dass sie nicht bei Drogen landen, sondern ein gutes Leben führen können. Auch die gehörlosen Jugendlichen brauchen Jesus, Seine Erlösung und Seine Regeln für den Alltag. Wir müssen uns überlegen, was wir machen können.

Der Brief von Patty Hermann-Shores ist ein Aufruf an uns. Nehmen wir ihn ernst!

Aus der Gemeinschaft Juli 2000