Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

CGG Schweiz

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Jahresbericht des Präsidenten

Bericht aus der Mitgliederversammlung der CGG CH

An der Mitgliederversammlung 2000 haben wir beschlossen: wir machen das Vereinsjahr vom 1. Oktober bis 30. September, nicht vom 1. Januar bis 31. Dezember. Warum? Weil wir immer im November Mitgliederversammlung haben. Da muss man die Jahresrechnung abnehmen, über das Budget abstimmen usw. Wenn die Mitgliederversammlung im November ist, ist es besser, wenn die Jahresrechung am 30. September aufhört. Dann haben die Revisoren noch Zeit zum Prüfen. Wenn die Rechnung am 31. Dezember aufhören würde, dauert es viel zu lang bis zum nächsten November.

Darum kommt der Jahresbericht des Präsidenten im Oktober-Heft. Es ist ein Bericht über die Zeit vom 1. Oktober 2000 bis 30. September 2001.

Der Herbst 2000 begann mit einem speziellen Ereignis: nach sechs Jahren kehrte Andreas Kolb zum ersten Mal in die Schweiz zurück. Er kam mit der ganzen Familie und blieb bis anfangs Januar 2001. Es gab viel zu besprechen, viel auszutauschen. Familie Kolb konnte sich erholen. Andreas hat auch viele Vorträge gehalten in der ganzen Schweiz, erstmals auch im Welschland. Das französisch-schweizerische Fernsehen mit der Sendung ‹Signes› (wie früher in der deutschen Schweiz ‹Sehen statt Hören›) brachte einen Beitrag über das Bolivien-Projekt mit Daniel als Studiogast. Die gesamtschweizerische Weihnachtsfeier organisierte die CGG Wettingen. Andreas und seine Familie konnten daran teilnehmen. Etwa 100 Leute waren dabei. Besonderen Dank der Küchemann (oder besser –frau)schaft um Catherine!

Wie jedes Jahr gibt es auch diesmal einige neue Mitglieder. Die CGG wächst langsam, aber regelmässig.

An Ostern 2001 führte die CGG wieder ihr Osterlager in Passugg durch. Dank einer grosszügigen Unterstützung des Schweizerischen Gehörlosenbundes SGB konnten wir zu günstigen Preisen in der Bildungsstätte für Gehörlose, Schwerhörige und Spätertaubte vier lehrreiche Tage verbringen. Dabei haben wir zum ersten Mal ‹Workshops› durchgeführt: Diskussionen in Kleingruppen über ein bestimmtes Thema. Das war eine erfolgreiche Übung. Alle konnten ihre Meinung sagen, auch die ‹Schwächeren›.

Die Bibelschule in Aarau fand wieder fast einmal jeden Monat statt. Durchschnittlich kamen 20 Leute an die Bibelschule. Das ist doppelt so viel wie vor fünf Jahren. Es besteht ein Bedürfnis nach solchen Kursen.

Neben diesen gesamtschweizerischen Veranstaltungen haben die sieben Lokalgruppen (Steffisburg, Bern, Luzern, Wettingen, Zürich, Winterthur, St. Gallen) grosse Arbeit geleistet. Sie haben alle Hauskreise, Bibeltreffs, Gehörlosengottesdienste und andere Anlässe durchgeführt. Die meisten Aktivitäten der CGG finden in den Lokalgruppen statt. Ich möchte allen Lokalgruppen-Verantwortlichen herzlich danken für ihren Einsatz.

Über alle unsere Aktivitäten konnte man in der ‹Gemeinschaft› nachlesen. Unsere Zeitschrift hat eine grosse Veränderung erfahren. Daniel Fenner hat seine Arbeit nach sieben Jahren an Regula Herrsche abgegeben. Wir sind ihm für die grosse Arbeit sehr dankbar.

«Rauchende Köpfe» an der Mitgliedersammlung 2000

«Rauchende Köpfe» an der Mitgliedersammlung 2000

Wir haben ausserdem eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese wird von Liisa Wenger geleitet. Wir wollen die christlichen Gebärden sammeln und veröffentlichen, zusammen mit den beiden Landeskirchen (katholische und reformierte Gehörlosenseelsorger). Denn religiöse Gebärden sind zu wenig bekannt. Auch in der Dolmetscher-Ausbildung lernen die Gebärdensprach-Dolmetscher nur wenige religiöse Gebärden. Der Schweizerische Gehörlosenbund und die Dolmetscher-Ausbildung (SGB/DOLA) unterstützen dieses Projekt. Viele Dolmetscher haben nämlich Mühe, wenn sie an Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Konfirmationen und anderen kirchlichen Anlässen übersetzen müssen. Liisa und die Arbeitsgruppe haben schon etwa 600 Gebärden gesammelt. Liisas Ehemann Ueli Wenger hat viele Sponsorengesuche geschrieben und das ‹Elektronische› (Computer, Filmaufnahmen usw) gemacht. Wir haben im Sommer 2001 eine grosse Spende zugesagt bekommen. Damit können Ueli und Liisa Wenger das Projekt weiterführen.

Auch ihnen vielen Dank für viele Stunden geopferte Zeit. Dieses Projekt wird noch einige Zeit dauern.

Aus der Gemeinschaft Oktober 2001