Christliche Gehörlosen-Gemeinschaft

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Etwas Politik

Gehörlose werden in der Schweiz immer noch stark diskriminiert. Nun gibt es eine Volksinitiative, das die Rechte der Gehörlosen wesentlich bessern kann.

Eidgenössische Abstimmung vom 18. Mai 2003 über die Volksinitiative ‹Gleiche Rechte für Behinderte›

In der neuen Schweizer Bundesverfassung (in Kraft seit 1.1.2000) steht: niemand darf wegen einer Behinderung diskriminiert werden.

Der Bundesrat hat ein Gesetz gemacht: das Behindertengleichstellungsgesetz (Abkürzung BehiG). Am 13.12.2002 haben National- und Ständerat dieses Gesetz angenommen.

Aber die Behinderten sind mit diesem BehiG nicht zufrieden. Denn es hat viel zu viele Lücken. Darum haben die Behinderten Unterschriften gesammelt für eine Initiative. Diese Initiative ‹Gleiche Rechte für Behinderte› verlangt eine Ergänzung des BehiG. Am 18. Mai 2003 wird abgestimmt.

CGG und alle Gehörlosenverbände fordern Sie auf, unbedingt JA zur Initiative zu stimmen.

Denn auch die Gehörlosen werden in der Schweiz immer noch stark diskriminiert. Und sie können sich nicht oder fast nicht wehren. Das BehiG hilft nicht viel weiter. Es braucht mehr!

In der EU und in den USA haben Behinderte und Gehörlose viel bessere Möglichkeiten, sich zu wehren. Der Schutz der Gehörlosen (und anderer Behinderten) vor Diskriminierungen in der Schweiz ist armselig schwach. Es ist Zeit, dass sich das bessert.

Es geht bei der Initiative um alle Behinderten. Ich spreche hier bewusst nur von den Problemen der Gehörlosen.

Einige Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung:

Viele Politiker sind gegen die Initiative. Vor allem Wirtschaftspolitiker und die SVP. Logisch, diskriminierende Chefs wollen natürlich keinen Schutz für Behinderte. Die SVP hat viele konservativ-ländliche Leute, die viele und oft komplett falsche Vorurteile gegen Behinderte haben.

Viele sagen: die Initiative ist zu teuer. Das ist eine bequeme, faule Ausrede für geizige Chefs. Einen Dolmetscher in die Firma hineinlassen kostet GAR NICHTS! Einen Gehörlosen an eine Schule lassen kostet auch gar nichts! Es braucht nur etwas guten Willen! Die Initiative verlangt Gleichstellung ganz klar nur, wo es ‹wirtschaftlich zumutbar› ist. Kleine Betriebe mit nur wenig Angestellten und null Geldreserven müssen also gar keine Angst haben.

Gut ausgebildete Behinderte sind besser integriert in die Gesellschaft und Arbeitswelt. Gut ausgebildete Behinderte belasten die IV weniger! Sonderschulen, Heime und geschützte Werkstätten sind viel teurer!

Als Christen sind wir von Jesus höchstpersönlich aufgerufen, den Schwachen zu helfen. Es ist unsere christliche Pflicht, den Behinderten zu helfen.

Der Vorstand der CGG empfiehlt allen Lesern dringend, am 18. Mai 2003 JA zu stimmen für die Initiative ‹Gleiche Rechte für Behinderte›. Alle Gehörlosen (und andere Behinderte) brauchen seit Jahrzehnten mehr Rechte, um sich gegen ungerechte Diskriminierungen wehren zu können.

Wir danken zum Voraus allen, die für uns ein JA in die Urne legen!

Die CGG Schweiz

Aus der Gemeinschaft April 2003